Müde Frau. Die Klopftechnik EFT hilft gegen die Erschöpfung.

Klopfe mit EFT Dein Burnout hinweg

Vielleicht hast Du schon von EFT gehört.

Vielleicht rätselst du aber auch herum, was EFT genau bedeutet.

Und was bitteschön hat das mit Klopfen zu tun?

Okay, dann werde ich das Geheimnis mal lüften…

EFT bedeutet Emotional Freedom Technique und wurde von dem Amerikaner Gary Craig entwickelt.

Manche nennen es auch Tapping oder Klopfakupressur. Man könnte es auch als Akupunktur ohne Nadeln bezeichnen.

EFT liegt die Annahme zugrunde, dass es sich bei negativen Emotionen oder anderen Belastungen um eine Blockade im Energiesystem handelt.

Durch das Klopfen wird diese Blockade aufgehoben und die Energie kann somit wieder frei fließen.

So wirkt EFT

Während wir das belastende Gefühl aktivieren, klopfen wir mit den Fingerspitzen bestimmte Meridian-Punkte unseres Körpers.

Klopfen sorgt dafür, dass die Blockaden sich lösen und sich die Belastung verringert.

Das aus der Balance geratene Energiesystem gelangt wieder in Harmonie.

Mit EFT wird ein Prozess des Loslassens von alten Gedankenmustern und Gefühlen in Gang gesetzt.

Das zuvor stark empfundene Gefühl hat an Intensität ganz abgenommen oder verschwindet ganz.

Auch wenn es noch nicht ganz klar ist, warum EFT so effektiv wirkt, gibt es verschiedene Erklärungsansätze.

Von einem neurologischen Standpunkt aus gesehen kommt es beim Klopfen zu einer körperlichen Entspannung, während man gleichzeitig das belastende Gefühl durch den Fokus auf das Problem aktiviert.

Diese beiden sich widersprechenden Informationen kommen gleichzeitig im Gehirn an, welches diesen Widerspruch löst, indem dem Problem eine neue Bedeutung beigemessen wird.

Das Problem wird somit nicht mehr als Problem wahrgenommen.

In der Forschung hat man herausgefunden, dass das sog. „Glückshormon“ Serotonin bei diesem Vorgang freigesetzt wird, was dafür sorgt, dass sich die Stimmungslage bessert.

Zudem werden Ängste und Depressionen durch Serotonin reduziert.

Anwendungsmöglichkeiten von EFT

  • Stress
  • Erschöpfung
  • Ängste
  • Phobien
  • Zwangsstörungen
  • depressive Verstimmungen bis hin zu einer Depression
  • Gefühle von Ohnmacht, Machtlosigkeit, Hilflosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Lernprobleme
  • Liebeskummer
  • belastende Gefühle wie Eifersucht, Wut, Ärger, Traurigkeit oder Neid
  • (chronische) Schmerzen
  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerzen)
  • Allergien, Heuschnupfen, Asthma
  • Suchtprobleme wie Esssucht, Rauchen oder Alkoholismus
  • Beziehungsprobleme
  • Übergewicht (zum Abnehmen)
  • Unruhe
  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Traumata (nur mit professioneller Begleitung!)

Wie Du an dieser Aufzählung sehen kannst, kannst Du auch alle Burnout-Symptome mit EFT „wegklopfen“.

So kann die Klopftechnik gut gegen Burnout eingesetzt werden.

Und das Tolle ist: Du kannst es ganz allein anwenden, ohne dass Du Therapiestunden buchen musst.

Es ist ganz einfach zu lernen.

So läuft eine EFT-Sequenz ab

Damit Du einen Eindruck bekommst, verlinke ich Dir hier ein Video, in dem Du sehen kannst, wie eine EFT-Sitzung aussehen kann:

Das Grundschema ist das folgende:

  1. Einschätzung der Intensität
  2. Der Einstimmungssatz
  3. Die Sequenz
  4. Die 9-Gamut-Folge
  5. Die Sequenz
  6. Einschätzung der Intensität
  1. Einschätzung der Intensität

Wir beginnen die Sitzung damit, auf einer Skala von 1-10 die Intensität des Gefühls oder des Problems einzuschätzen.

Somit haben wir die Möglichkeit später zu überprüfen, inwieweit sich die Belastung verringert hat.

2. Der Einstimmungssatz

Da es bei EFT erst einmal darum geht, uns trotz unserer Schattenseiten oder schwierigen Gefühle liebevoll anzunehmen, bevor wir das Belastende loslassen können, beginnen wir mit einem Einstimmungssatz nach folgendem Muster, während wir den Handkantenpunkt klopfen:

„Auch, wenn ich total erschöpft bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

Diesen Satz wiederholen wir drei Mal.

Mit der positiven Affirmation hebeln wir eine mögliche Selbstsabotage aus.

3. Klopf-Sequenz

Alles, was Du wissen musst, sind die Meridianpunkte, die Du mit 2-3 Fingerspitzen abklopfst.

Es ist dabei unerheblich, welche Hand Du benutzt.

Wie oft Du klopfst? Das ist nicht wichtig. Klopfe einfach ein paar Mal.

Dies sind die Meridian-Punkte, die Du der Reihe nach abklopfst:

  • Handkante – dort, wo der kleine Finger seitlich in die Handkante übergeht (mit allen Fingern klopfen)
  • Augenbraue innen – neben der Nasenwurzel am Beginn der Augenbraue
  • Auge außen – auf dem Knochen seitlich am Auge
  • Unter dem Auge – in der Mitte auf dem knöchernen Rand
  • Unter der Nase – zwischen Nase und Oberlippe
  • Kinnpunkt – in der Falte zwischen Unterlippe und Kinn
  • Schlüsselbeinpunkt – in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins, neben dem Brustbein
  • Unter dem Arm – eine Handbreit unterhalb der Achsel (mit der flachen Hand klopfen)
  • Handkante – dort, wo der kleine Finger seitlich in die Handkante übergeht (mit allen Fingern klopfen)
  • Kopfpunkt – in der Mitte des Kopfes

Schaue Dir am besten das Video an, wenn Du Dir unsicher bist, wo die Punkte genau liegen.

Während Du diese Punkte nacheinander durchklopfst, sprichst Du das aktuelle Problem an, das Du gerne beklopfen möchtest.

In unserem Beispiel wäre das: „diese Erschöpfung“.

Du kannst auch längere Sätze sagen, wie z.B.: „Diese Erschöpfung macht mich fertig!“

Oder auch: „Ich bin schon ganz genervt von dieser Erschöpfung!“

Nachdem du alle Punkte durchgeklopft hast, gehst Du über zur 9 Gamut-Sequenz.

4. Die 9 Gamut-Folge

Hinter diesem seltsamen Namen verbirgt sich nichts anderes als die Sequenz zur Harmonisierung der beiden Gehirnhälften.

Dazu klopfst Du den sog. Gamut-Punkt, während Du gleichzeitig bestimmte Handlungen ausführst.  

Den Gamut-Punkt findest Du, indem Du einen Finger auf den Bereich zwischen Ring- und dem kleinen Finger legst. Von diesem Punkt aus bewegst Du Deinen Finger ca. 2,5 cm in Richtung Handgelenk.

Und schon hast Du den Gamut-Punkt gefunden.

Nun kannst Du während des Klopfens dieses Punktes folgende Aktionen nacheinander ausführen:

  • Schließe und öffne abwechselnd Deine Augen.
  • Blicke immer abwechselnd erst schräg nach links unten, dann schräg nach rechts unten.
  • Rolle Deine Augen im Uhrzeigersinn und anschließend im Gegenuhrzeigersinn.
  • Als nächstes summst Du ein beliebiges Lied für ein paar Sekunden.
  • Zähle anschließend von 1-5.
  • Zum Schluss summst Du noch einmal eine beliebige Melodie für ein paar Minuten.

Der Vorteil der 9 Gamut-Folge ist auch, dass Du das bereits in der ersten Klopf-Sequenz erreichte, weiter verankerst.

5. Zweite Klopf-Sequenz

Es empfiehlt sich noch eine zweite Klopfsequenz durchzuführen, um eine tiefere Wirkung zu entfalten.

Dabei gehst Du genauso vor wie in der ersten Klopf-Sequenz.

Du kannst die gesprochenen Sätze aber auch variieren, wenn Du möchtest.

Weitere Beispielsätze:

„Ich möchte mich am liebsten zusammenreißen!“

„Ich verstehe überhaupt nicht, warum ich so erschöpft bin!“

„Die Erschöpfung soll verschwinden!“

„ich habe genug von der Erschöpfung!“

Es kann vorkommen, dass beim Klopfen bestimmte Erinnerungen auftauchen.

In dem Fall beklopfe am besten alle Gefühle, die damit zusammenhängen, bis du eine Erleichterung verspürst.

6. Einschätzung der Belastung

Zum Abschluss schätzt Du nochmals auf einer Skala von 1 (Ich fühle mich gut.) bis 10 (Ich fühle mich stark belastet.) Deine Belastung durch das Problem oder das Gefühl ein.

Wünschenswert wäre es einen Wert unter 3 zu erhalten.

Wenn Du mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden bist, kannst Du das gesamte Verfahren noch einmal wiederholen.

Mache EFT zu einer guten Gewohnheit

In der Regel wirst Du recht schnell eine Besserung der Symptomatik verspüren, vor allem bei regelmäßiger Anwendung der Klopftechnik.

Es wäre hilfreich, täglich 2-4 Mal jeweils 2-5 Minuten EFT anzuwenden.

In einer Studie aus dem Jahr 2012 wurde herausgefunden, dass EFT das Stressniveau der Proband*innen um 24 Prozent gesenkt hatte.

Es lohnt sich also dranzubleiben… 🙂

Gerne kannst Du mir von Deinen Erfahrungen mit EFT berichten.

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