Kraftspendende Bilder: der Victoria Wasserfall

Aus Alt mach Neu: Kraftspendende innere Bilder bei Burnout

In meinem letzten Blogartikel ging es darum, wie wichtig es ist, sich von den negativen inneren Bildern zu verabschieden und stattdessen positive Bilder zu erschaffen, um in den Flow zu kommen. Hier kannst Du den Artikel finden, um nachzulesen.

Heute soll es nun darum gehen, wie Du neue kraftspendende innere Bilder erschaffen kannst.

Innere Bilder, die uns Kraft kosten

Neben den überfordernden zu großen inneren Bilder, die ich im letzten Artikel beschrieben habe, können uns auch die kleinmachenden Bilder erschöpfen.

Burnout kann als eine Art unterbewusster Protest sowohl gegen diese zu großen als auch gegen die kleinmachenden Bilder verstanden werden.

Vielleicht denkst Du: „Ich kann das nicht!“ oder „Ich arbeite viel zu langsam!“

Diese uns kleinmachenden Bilder sind durch verinnerlichte Botschaften in unserer Kindheit entstanden. Häufig werden sie von den idealisierten Bildern von anderen begleitet: „Sie kann das viel besser als ich!“ oder „Ich wäre auch gern so intelligent wie sie!“

Innere Bilder über unsere Arbeit

Welche Bilder hast Du in Bezug auf Deine Arbeit?

  • „Bestimmt wird es heute wieder sehr anstrengend!“
  • „Hoffentlich streitet mein Kollege nicht wieder mit mir auf der Teamsitzung!“
  • „Sicher habe ich nicht wieder genug Zeit, um alle meine E-Mails abzuarbeiten!“
  • „Ich habe heute so viele Termine, dass ich schon ganz müde werde, wenn ich nur daran denke!“

So oder so ähnlich sieht es wohl bei den meisten von uns aus.

Wir sind so sehr auf unsere negativen Erwartungen fokussiert, dass diese Ereignisse so oder so ähnlich tatsächlich eintreten.

In der Psychologie werden sie als selbsterfüllende Prophezeiungen bezeichnet.

Gehörst Du auch zu denen, die versuchen, sich vor Enttäuschungen zu schützen, indem sie immer lieber schon mal das Schlimmste annehmen, damit sie darauf vorbereitet sind?

Oft bemerken wir nicht einmal, dass wir damit genau die Erfahrungen in unser Leben ziehen, die wir eigentlich vermeiden wollten.

Das Gegenteil von kraftspenenden inneren Bildern: Sisyphus.
nicht enden wollende Sisyphus-Arbeit

Vielleicht hast Du aber auch das Bild von Sisyphus verinnerlicht: ein nicht enden wollender Berg von Arbeit oder auch von Problemen, der einfach nicht kleiner wird, egal wie sehr Du Dich auch bemühst?

Auch das Bild vom berühmten Hamsterrad ist weit verbreitet und raubt uns die Energie.

Denn was suggeriert es uns? Egal, wie sehr wir uns anstrengen, so kommen wir doch nicht von der Stelle. Weder ein Ende noch Erfolg sind in Sicht.

Ganz klar, dass uns ein solches inneres Bild stark erschöpft.

Außerdem treiben uns unsere inneren Antreiber:innen mit ihren Attacken direkt in ein Burnout, indem sie uns immer mehr Arbeit aufhalsen.

Solche Sätze hören wir von ihnen ständig:

  • „Streng Dich mehr an, sonst wirst Du gefeuert!“
  • „Du solltest das lieber perfekt machen, um Dich keiner Kritik auszusetzen!“
  • „Nun mach schon schneller! Oder willst Du den ganzen Tag daran sitzen?“

Die verinnerlichten Bilder von „immer schneller“ und „immer mehr“ sind keine hilfreichen Imaginationen, um in den Flow zu kommen…

Kraftspendende Bilder für unsere Arbeit

Die Hirnforschung liefert uns hier wichtige Erkenntnisse.

So wurde in Untersuchungen festgestellt, dass vertrauensvolle Beziehungen dazu beitragen, dass wir Belastungen nicht mehr als so oder sogar gar nicht belastend erleben.

Dies gilt auch für das Vertrauen in uns selbst: Wenn wir davon ausgehen, dass wir Kraft genug haben, um eine Aufgabe zu bewältigen, lässt der Stresspegel nach.

Wie wäre es also, wenn Du statt der erschöpfenden inneren Bilder lieber kraftspendende Bilder erschaffst?

Du könntest zum Beispiel folgendes denken, wenn Du auf dem Weg zur Arbeit bist:

  • „Ich bin gut vorbereitet auf diesen Tag!“
  • „Egal, was heute auf mich zukommt, ich werde für alles eine Lösung finden!“
  • „Ich freue mich schon auf die Sitzungen mit meinen Klient:innen!“
  • „Die Teamarbeit mit meinen Kolleg:innen gibt mir Kraft für den Tag!“

So arbeitest Du mit den inneren Antreiber:innen

Anselm Grün hat in seinem Buch „Kraftvolle Visionen gegen Burnout und Blockaden“ eine interessante Übung beschrieben, die ich hier gern mit Dir teilen möchte.

Mache es Dir bequem und schließe Deine Augen.

Spüre in Dich hinein, welche inneren Antreiber:innen in Dir auftauchen.

Welche überfordernden Bilder zeigen sich?

Gehe mit Deinen inneren Antreiber:innen in Kontakt.

Du könntest zum Beispiel sagen:

„Danke lieber Antreiber, dass Du mich in der Vergangenheit so tatkräftig unterstützt hast. Nun merke ich allerdings, dass mich Dein Antreiben sehr stresst und ich möchte gern etwas Neues ausprobieren. Sicher wirst Du immer mal wieder auftauchen. Ich werde Dich dann begrüßen, mich aber für ein anderes inneres Bild entscheiden, dass mir mehr Kraft gibt.“

Was für kraftspendende Bilder und Worte tauchen nun in Dir auf?

Falls keine neuen Bilder entstehen, dann überlege Dir, welche Bilder und Worte Dir helfen könnten.

Kraftspendende innere Bilder erschaffen

Anselm Grün beschreibt drei Quellen, die uns helfen, stärkende innere Bilder zu erschaffen

1. eine positive Einstellung zu der Tätigkeit, die ich gerade ausübe

Es liegt in meiner Hand, mit welchen Bildern ich durch den Tag gehe.

Für welches aufbauende Bild entscheidest Du Dich, um in Deinen Arbeitstag zu starten

2. Dinge, in die ich mich als Kind leidenschaftlich vertiefen konnte

Wusstest Du, dass ein begeistert spielendes Kind in seinem Gehirn Synapsen ausbildet, die seine innere Kraft und Kreativität anregen?

Was hat Dich damals als Kind begeistert?

Könntest Du dieses Bild auch heute für Dich als Burnout-Prophylaxe einsetzen?

3. jedem Berufsbild innewohnende stärkende Bilder

Wie könnte ein kräftestärkendes inneres Bild für Deinen Beruf aussehen?

Als Therapeutin zum Beispiel begleitest Du Deine Klient:innen in Richtung Heilung von krankmachenden Verhaltensmustern.

Anderen Menschen helfen zu können, kann sehr belebend sein.

Menschen etwas zu geben, nicht aus dem bestätigenden Gefühl, gebraucht zu werden heraus, sondern aus innerer Freude, ist eine stärkende Erfahrung.

Dies könnte ein beflügelndes inneres Bild für Dich sein, das Dich durch Deinen Berufsalltag begleitet. 

Es ist dabei wichtig, uns nicht mit unserer Berufsrolle zu identifizieren, da wir sonst unsere Persönlichkeit verlieren.

Dies schadet sowohl uns als auch unserem Umfeld.

Im Sinne einer guten Work-Life-Balance brauchen wir private Bereiche, in denen wir unsere therapeutische Rolle ablegen können.

Das archetypische Bild des Helfers kann uns mit unserer Kompetenz in Kontakt bringen.

Oft machen wir auch die Erfahrung, durch das Helfen beschenkt zu werden.

Wenn wir uns jedoch mit der Rolle des Helfers oder der Helferin zu sehr identifizieren, kommen wir aus dem Helfer:innen-Modus gar nicht mehr heraus und überfordern uns selbst damit.

Zu leicht werden wir dann auch enttäuscht, wenn wir keine Anerkennung für unsere Hilfe bekommen.

Mit Hilfe innerer positiver Bilder schaffen wir es jedoch, unsere Lebensenergie zu wecken und wieder in unsere Kraft zu kommen.

Ich bin gespannt darauf, von Deinen Erfahrungen in der Arbeit mit inneren Bildern zu erfahren.

Gerne kannst Du unter diesem Artikel einen Kommentar hinterlassen oder mir eine E-Mail an kontakt@marion-kellner.net schreiben.

Flow statt Burnout - Hamsterad

Flow statt Burnout: Die Macht innerer Bilder

Was ist das Gegenteil von einem Burnout?

Richtig!

Im Flow zu sein!

Was bedeutet es, im Flow zu sein?

Laut dem ungarischen Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi kann man dann von Flow sprechen, wenn Menschen ganz achtsam bei sich sind und sich mit voller Aufmerksamkeit und Hingabe ihrer Arbeit oder einer anderen Tätigkeit widmen. Wenn alles wie von selbst zu gehen scheint.

Menschen empfinden Glück, wenn sie in im Flow sind.

Menschen auf dem Weg in ein Burnout oder in einem Burnout sind weit entfernt von diesem Flow-Zustand.

Doch wie können wir es schaffen, in diesen Flow zu gelangen?

Im Flow zu sein, ist keine Technik

Es handelt sich beim Flow nicht um eine bestimmte Methode oder eine Technik.

Vielmehr ist Flow eine gewisse Lebenshaltung.

Der Flow-Zustand wird durch die Fokussierung auf das, was gerade ist erreicht.

Eine Art Hingabe an den Moment.

Wenn Du Dich mit ganzer Achtsamkeit auf das einlassen kannst, was Du gerade tust, wirst Du diese Flow-Energie spüren.

Du gehst dann ganz in dem auf, was Du tust.

Bist du in diesem Flow-Zustand, vergisst Du die Welt um Dich herum.

Du vergisst dann, dass Du Hunger hast oder dass Du müde bist.

Nichts um Dich herum kann Dich stören, denn Du bist in einem Zustand maximaler Konzentration und Kreativität.

Du bist nicht überfordert und auch nicht unterfordert. Du bist ganz bei der Sache und ganz bei Dir.

Vom Workaholic zum Flow

Statt uns über die Arbeit zu beklagen, finden wir im Flow Erfüllung und Glück in der Arbeit.

Burnoutgefährdete verhalten sich häufig wie ein Workaholic.

Was bedeutet es, von der Arbeitssucht in den Flow zu kommen?

  • zu spüren, wie die Energie wieder fließt
  • sich nicht mehr mit Terminstress durch den Tag hetzen zu lassen
  • nicht mehr einen freudlosen Arbeitstag nach dem anderen hinter sich zu bringen
  • die Unzufriedenheit hinter sich zu lassen
  • und vor allem wieder in die eigene Kraft zu kommen
  • das „Ich kann nicht mehr! Lasst mich endlich alle in Ruhe!“ hinter sich zu lassen
  • anderen Menschen wieder zu begegnen anstatt von ihren Anforderungen genervt zu sein

Der Burnout Status Quo

Wenn man sich zur Arbeit zwingen muss, kostet das viel Energie.

Es passiert dann leicht, dass man jeder Entscheidung und jedem Konflikt aus dem Weg geht, da es viel zu anstrengend ist.

Trifft man dann eine Entscheidung, befürchtet man, es könnte die falsche gewesen sein.

Irgendwann kommt man dann in den Zustand, dass einem alles egal ist.

Man macht einfach weiter, bewegt sich in dem berühmten Hamsterrad.

Bis irgendwann gar nichts mehr geht…

Viele brechen unter dieser Belastung zusammen.

Die Alarmzeichen für ein Burnout erkennt das soziale Umfeld viel eher als man selbst.

Manche flüchten sich in Sarkasmus und genervt sein, worunter sowohl die Beziehungen im privaten als auch im beruflichen Umfeld leiden.

Manche verkriechen sich zu Hause und fahren Freizeitaktivitäten auf null herunter.

Dazu kommt die chronische Müdigkeit bis hin zur totalen Erschöpfung.

Es ist einfach alles zu viel!

Man sieht am Ende in allem keinen Sinn mehr.

Bevor man im Endstadium eines Burnouts landet, kündigt sich der Burnout durch Blockaden an, die sich immer weiter vermehren.

Alles braucht immens viel körperliche und seelische Kraft.

Dieser dauerhafte Druck erzeugt Blockaden in uns, die letztendlich zum Zusammenbruch führen.

Flow statt Burnout - Quelle
Die Quelle, aus der wir schöpfen

Die Bedeutung innerer Bilder

Bevor wir in den Flow kommen, ist es wichtig, sich die eigenen inneren Bilder bewusst zu machen und sie zu verändern.

Erschöpfung ist mit dem inneren Bild der Quelle verbunden: die Quelle, aus der wir Wasser schöpfen.

Die Quelle, die sich erschöpft hat und nun versiegt ist.

Statt uns mit dem kühlen Wasser zu erfrischen, ist die Quelle nur noch ein kleines Rinnsal oder ist ganz versiegt.

Aus der vollen Quelle schöpfen statt sich zu erschöpfen

Das Bild, das wir hingegen mit Flow verbinden, ist das genaue Gegenteil: Wir schöpfen aus der vollen Quelle.

Aus unerschöpflichen Quellen zu schöpfen verhindert unsere Erschöpfung.

Daher ist es sehr wichtig, heilende Bilder in uns zu verankern, um uns vor dem Ausbrennen zu schützen.

So wie negative Bilder dazu führen können, in ein Burnout zu rutschen, können uns positive Bilder dabei unterstützen, uns mit unseren inneren Quellen zu verbinden, aus denen wir schöpfen können, ohne uns zu erschöpfen.

Daher ist es für uns hilfreich, innere Bilder zu finden, die unseren Flow unterstützen, unsere Potentiale freisetzen und unsere Belastungen reduzieren.

Diese Bilder helfen uns dabei, Verantwortung zu übernehmen und unser Leben genussvoll zu genießen.

Das archetypische Bild der Heilerin

Die Psychologie unterscheidet zwischen Bildern, Visualisierungen und Visionen.

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung hat verschiedene archetypische Bilder beschrieben und ihre heilende Wirkung betont. Er warnt allerdings auch davor, sich mit diesen archetypischen Bildern zu identifizieren, denn es kann dadurch allzu leicht passieren, dass man seine eigenen Bedürfnisse, die man mit diesem Bild auslebt, nicht mehr wahrnimmt.

Nehmen wir als Beispiel einmal das archetypische Bild der Heilerin oder des Helfers, um dies ein wenig klarer zu machen.

Wenn ich mich mit diesem Bild identifiziere, bekomme ich vielleicht gar nicht mit, wie ich mein eigenes Bedürfnis nach Nähe lebe, indem ich behaupte, den Ratsuchenden durch Nähe heilen zu können.

Auch wenn mich das archetypische Bild der Helferin mit meinen heilenden Kräften verbindet und heilsam für mich und der zu Beratenden ist, führt eine Identifikation damit zu einer innerlichen „Aufblähung“.

Innere Bilder aus der Kindheit

Wir alle haben innere Bilder in uns, die im Zusammenhang mit unserer Lebensgeschichte entstanden sind. Besonders prägend sind dabei die, die sich in unserer Kindheit gebildet haben.

Diese tief verwurzelten inneren Bilder bringen uns in Berührung mit unserem inneren Potential und mit der Quelle unserer Energie.

Die Macht von Visualisierungen

Bei der Visualisierung, auch Imagination genannt, stellt man sich hingegen aktiv bestimmte Bilder vor und lässt sie auf sich wirken.

Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich am Strand entlanglaufe. Ich spüre meine nassen Füße, die von den Wellen umspült werden. Ich genieße das farbenfrohe Spiel am Himmel bei untergehender Sonne. Und ich spüre, wie ich mich durch diese Imagination immer mehr entspanne.

Üblicherweise visualisieren wir in belastenden Situationen negative Bilder, die dann eine entsprechende Wirkung auf uns haben.

Damit verstärke ich meine Erschöpfung nur noch.

Statt einer heilsamen Wirkung haben diese Imaginationen einen krankmachenden Effekt.

Und genau hier können wir ansetzen.

Burnout als Beziehungsgeschehen

Wir können Burnout auch als eine Art Beziehungsgeschehen betrachten: als Beziehung zu mir selbst und als Beziehung zu anderen Personen.

Diese Beziehung drückt sich auch in Bildern, die wir in Bezug auf uns selbst und andere haben, aus.

  • Welche Vorstellungen hast Du von Dir und Deinem Leben?
  • Welche inneren Bilder hast Du in Bezug auf andere Menschen?
  • Was idealisierst Du vielleicht auch unbewusst?
  • Welche Erwartungen hast Du an Dich selbst, aber auch an andere?

Dies sind durchaus Fragen, die wir uns stellen sollten, um uns weiter zu entwickeln und unserem Ausgebrannt-Sein auf die Spur zu kommen.

Erschöpfende Bilder

Es lohnt sich, Dir die inneren Bilder bewusst zu machen, die Dich erschöpfen.

Wer steht bei Dir in der ersten Reihe:

  • die Perfektionistin?
  • der „Es-allen-Rechtmacher“?
  • oder die Ehrgeizige?

Häufig sind diese Bilder zu groß für uns und überfordern uns.

Wir alle wissen: Nobody is perfect!

Und doch jagen wir dem Perfektionismus hinterher, als wäre die Perfektion erreichbar.

Kein Wunder, dass uns dieses innere Bild ausbrennen lässt.

Wir stehen praktisch immer unter Hochspannung!

Wir haben Angst, dieses Ideal nie erreichen zu können.

Der gesellschaftliche Erwartungsdruck potenziert unseren inneren Druck um ein Vielfaches: Erwünscht sind belastbare fleißige Arbeitnehmer:innen, die eine gute Leistung erbringen und allzeit bereit sind.

Die Konservierung innerer Bilder

Wie bereits weiter oben beschrieben, entstehen diese inneren Bilder im engen Zusammenhang mit unseren Erfahrungen.

Vielleicht haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir nur geliebt wurden, wenn wir es allen recht gemacht haben?

Oder wenn wir gute schulische Leistungen erbracht haben.

Und natürlich wollen wir alle anerkannt und akzeptiert werden.

Also kultivieren wir weiter diese Bilder in uns.

Letztendlich rauben sie uns aber die Energie.

Folgen von negativen inneren Bildern

Dieses Zerrissen Werden zwischen den Erwartungen verschiedener Menschen in unserem Umfeld lässt sich besonders stark bei engagierten Angehörigen der helfenden Berufe beobachten.

Dies führt früher oder später zu einer großen Enttäuschung, denn es ist unmöglich, alle Erwartungen zu erfüllen, da sich diese in der Regel auch widersprechen und auch uns nicht unbedingt entsprechen.

So rauben diese Erwartungen uns die ganze Energie, ohne dass wir wirklich etwas davon haben.

Es ist daher wichtig, dass wir uns von solchen inneren Bildern verabschieden.

Nicht selten geht damit eine Art Trauerprozess einher: ein Bedauern darüber, dass diese Bilder nicht mehr zu uns passen.

Nur so kommen wir dahin, die Bilder zu finden, die uns entsprechen und die uns wieder in unsere innere Kraft bringen.

Wenn wir es schaffen, innere Bilder zu erschaffen, die uns mit unserer unerschöpflichen Quelle in Verbindung bringen, können wir ganz mühelos in den Flow kommen.

Goldtopas-Kristalle - Edelsteine als Hilfe bei Burnout

Edelsteine als Begleiter im Burnout

Gastartikel von Ina Wißmann

Was macht einen Edelstein zu einem guten Helfer beim Burnout?

Edelsteine geben Heilimpulse durch die Frequenzen, die sie ausstrahlen. Durch ihre molekulare Zusammensetzung des Kristallgitters, Ihre Farbgebung, die enthaltenen Mineralstoffe und die Prägung ihrer Entstehung, strahlt jeder Stein eine ganz bestimmte Frequenz aus, mit der wir in Resonanz gehen können.

Edelsteine, die als Impulsgeber zur Selbstheilung eingesetzt werden können, sind besonders gut spürbar, bei geistig seelischen Problematiken. Die meisten Krankheiten entstehen auf Seelenebene. Gerade bei Burnout Erkrankungen ist das deutlich spürbar. Die Dauerüberforderung und zu viel Stress manifestieren sich in vielen körperlicher Problemen. Erholung und Regeneration sind dann kaum noch in einfacher Form möglich.

Gerade hier sind Heilsteine gute Helfer und Impulsgeber. Sie unterstützen dabei, zur Ruhe zu kommen, in der Meditation fokussiert zu bleiben und bei Angststörungen nicht in Panik abzudriften. Regelmäßig über einen längeren Zeitraum und richtig eingesetzt können sie dabei unterstützen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, die Konzentration zu verbessern und auch Dauermüdigkeit durch neue frische Energie zu ersetzen.

Welche Steine eignen sich im Burnout?

Neue Energie bei großer Erschöpfung

Bei anhaltender Dauermüdigkeit und großer körperlicher wie auch seelischer Erschöpfung ist der Purpurit im Burnout der erste Stein der Wahl.

Seine tiefviolette Farbe beruhigt in stressigen Situationen und unterstützt dabei, die innere Gelassenheit wiederzufinden.

Purpurit verbessert die Wachheit, gibt neue Power und Energie. Er verbessert die Konzentrationsfähigkeit und hilft, den Fokus wieder halten zu können.

Auch bei Herzschwäche und Funktionsstörungen der Sinnesorgane, die in Erschöpfungszuständen nicht selten sind, bringt er Klarheit und neue Energie.

Der Purpurit sollte über längere Zeit am Körper getragen werden. Er kann auch als größerer Steine oft in der Hand gehalten werden. Da bereits seine Farbgebung beruhigt, unterstützt er schon, wenn er zum Beispiel in der Meditation genutzt, vor Beginn intensiv angeschaut wird. Der Stein verleitet geradezu, sich in ihn zu vertiefen und ihn zu betrachten.

Er macht wach und lässt doch unseren Geist unaufgeregt und ruhig werden.

Purpurit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Purpurit

Regeneration & Erholung wiedererlangen

In tiefen Erschöpfungszuständen fühlen sich auch die inneren Organe nicht mehr wohl. Stress und auch Wut über sich selbst und das eigene gefühlte „Versagen“, weil die Leistungsfähigkeit fehlt, ziehen oft auch Leber und Galle in Mitleidenschaft. Meist fühlt es sich an, als wäre uns „eine Laus über die Leber gelaufen“. Es kommt viel Wut hoch, die sich nur schwer kanalisieren lässt.

Der grüne Opal, auch Pistazienopal genannt, lässt in diesem Fall schnell Erholung einkehren. Er fördert die Regeneration und stärkt die Leber. Dadurch kann die Wut schnell weniger werden. Die aufgestauten Gefühle normalisieren sich und alles kommt wieder in Fluss.

Ist die Leber gesund, sind wir wach und leistungsfähig. Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit, deshalb ist es hilfreich, die Leber im Burnout zu unterstützen, um aus der Lethargie herauszufinden.

Pistazienopal - Edelstein als Begleiter im Burnout
Pistazienopal

Wieder Licht am Ende des Tunnels erkennen

Der wunderbare tiefblaue Dumortierit hilft dabei, die Dinge leichter zu nehmen. In der Steinheilkunde wird er auch der „Take it easy“ Stein genannt.

Schon von seinem kristallinen Aufbau her unterstützt er die Beständigkeit in allem. Das gibt Sicherheit im alltäglichen Tun.

Der Dumortierit unterstützt das Loslassen von alten Verhaftungen, die uns nicht dienlich sind. Er gibt die Stärke, bei zu viel Stress auch mal deutlich „nein“ sagen zu können.

Bei großer Nervosität, diversen Ängsten und auch auf dem Weg in die Depression hilft er uns, zwanghafte Muster bis hin zur Zwangsstörung zu erkennen und zu lindern.

Auch bei Kopfschmerzen und Übelkeit als Folge von großem Stress und Erschöpfung ist er der richtige Helfer.

Dumortierit sollte am Körper getragen werden. Auch in der Hosentasche, wo er oft angefasst wird, ist er hilfreich. Er unterstützt sofort, sollte aber für eine nachhaltige Unterstützung über längere Zeit getragen werden. Eine Zeitspanne von 6 Wochen bis zu 3 Monaten ist sinnvoll. Auch länger kann er nicht schaden.

Dumortierit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Dumortierit

Ein positives Selbstbild aufbauen

Durch mangelndes Selbstbewusstsein und nicht wahrgenommenen Selbstwert ist der Weg in die Depression und ins Burnout noch schneller geebnet als mit einem starken Selbstbild.

Der Goldtopas stärkt das Selbstbewusstsein und auch das eigene Bild, welches wir von uns haben.

Schon durch seine Farbe bringt der goldene Topas die Sonne ins Gemüt zurück.

Er hat eine positive Ausstrahlung auf den Stoffwechsel. Bei verschiedenen Essstörungen bis hin zur Magersucht kann er unterstützen.

Goldtopas - Edelstein als Begleiter im Burnout
Goldtopas

Neuen Lebensmut fassen

Der Naturcitrin fördert nicht nur das Selbstwertgefühl gewaltig, sondern bringt auch den im Burnout verlorengegangenen Lebensmut wieder zurück. Es fühlt sich so an, als würde er die Lebensgeister wiedererwecken können. Citrin lässt uns die Süße des Lebens wiederentdecken und unterstützt dabei auch geistig die dafür zuständigen Organe wie Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse.

Als Stein, der uns wieder aus unserer Mitte heraus strahlen lässt, ist er bekannt. Unser drittes Chakra, der Solarplexus oder auch Sonnengeflecht genannt, wird ganz besonders durch ihn aktiviert. Der Solarplexus steht für unser „ICH BIN“-Gefühl. Der eigene Selbstwert wird gestärkt. Citrin macht uns stark gerade aus der Mitte heraus, damit wir wieder selbst für uns einstehen können.

Bei diesem Stein ist es wichtig, auf Echtheit zu achten. Meistens bekommt man ihn als „gebrannten“ Stein im Handel. Dann wird ein violetter Amethyst so lange erhitzt, bis er orange wird.

Von Effekt her verpufft seine Energie schnell wieder. Bei natürlichem Citrin hält sie deutlich länger an und ist viel intensiver.

Naturcitrin ist meistens klar und hat keine weißen Stellen, sondern ist transparent in einem leicht gelblichen Farbton. Er hat oft keine intensive gelbe Farbe, wie die gebrannten Steine.

Citrin unterstützt die Selbstwahrnehmung und den Selbstwert. Er sollte an einer langen Kette direkt auf dem Solarplexus getragen werden. Innerhalb von etwa 3 Wochen kann sich schon eine positive Veränderung der eigenen Wahrnehmung einstellen.

Citrin - Edelstein als Begleiter im Burnout
Citrin

Wenn Angst dir den Schlaf raubt

Durch diffuse Ängste können schnell Alpträume und auch Schlaflosigkeit entstehen. Der kleine gelbe Brasilianit bindet uns wieder an unser höheres Selbst an, was uns Vertrauen und Zuversicht zurückbringt.

Er hilft uns, die Dinge aus der Adlerperspektive zu betrachten, was uns aus der Enge holt und Situationen wieder klar erkennen lässt.

Wieder mit uns selbst verbunden sein und an die eigene innere Führung glauben. Das ist die Qualität des Brasilianits.

Brasilianit kommt meistens als sehr kleiner Kristall von ca. 2cm vor. Deshalb ist es sinnvoll, ihn um den Hals zu tragen. Über die Thymusdrüse am Hals verteilt sich die Energie im Körper. Zur Aktivierung kann sie sanft mit dem Finger „geklopft“ werden.
Auch die Energie von Edelsteinen schwingt sich über die Thymusdrüse in den gesamten Organismus ein. Quasi in das gesamte System, was nicht nur den physischen Körper, sondern auch die energetischen Körper drumherum, unsere Aura mit einbezieht.

Brasilianit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Brasilianit

Besonders bei seelischen Themen und Blockaden lassen Heilsteine sehr gut einsetzen. Ihre Wirkung ist oft sanft und überfordert nicht. Gerade wenn es Themen gibt, die sich gerade nicht leicht lösen lassen oder mit vielen schmerzhaften Emotionen behaftet sind, ist es anzuraten, achtsam und mit Fingerspitzengefühl vorzugehen.

Wie sich mit Heilsteinen am besten arbeiten lässt, erkläre ich in meinen Live-Online-Workshops.

Ina Wißmann

seit 2004 als Edelsteintherapeutin und -beraterin tätig. On- und Offline Kurse und Ausbildungen in Steinheilkunde und alternativen Heilweisen mit Steinen, Klang und schamanischer Arbeit.

Oft ist die innere Kluft zur Seele so ein großes unbewusstes schwarzes Loch, dass du gar nicht mehr sagen kannst, wo die Ursache des Problems herkommt – so tief ist sie vergraben. So groß der Schmerz, dort hinzuschauen.

Bei mir liegt die Magie darin, die Themen durch die Heilsteine sichtbar zu machen. Es lässt dich auf sanfte Weise erkennen, worum es geht, ohne dass du deine leidvolle Geschichte immer wieder erzählen musst.

Sehr wohl aber kommst du an deine Emotion, die dann endlich fließen kann.

Geh mit mir gemeinsam auf Entdeckungsreise in die magischen Welten der Heilsteine. So wird dein Lebensthema in den Heilsteinwelten sichtbar.

Das Offensichtliche ist nur der Beginn der Reise in die Tiefe deiner Seele, die mit den sanften Impulsen der richtigen Edelsteine wieder in die Heilung findet. 

Triff die richtigen Entscheidungen für dein Leben und sprenge deine Grenzen, um wieder ganz deiner Intuition zu vertrauen.

Beginne die Reise zu dir selbst jetzt, fülle deine Energie wieder auf und erkenne deine Kraft!

Ich nehme dich gern ein Stück des Weges an die Hand und unterstütze dich mit all meinen schamanischen Möglichkeiten.

Ina Wißmann
Zaubersteine für die Seele
Im Gehege 21, 21256 Handeloh
Mail: steine@ina-wissmann.de
Web: www.ina-wissmann.de

Hier kannst du mich und meine Arbeit kennen lernen:

Kommt Burnout nur von zu viel Stress?

Kommt Burnout nur durch zu viel Stress?

Burnout ist inzwischen zu einem Problem von großer gesellschaftlicher Tragweite geworden.

Eine Burnout-Diagnose ist für jede Einzelne mit großem persönlichen Leid verbunden.

Während Burnout lange Zeit nicht als wirkliche Erkrankung ernstgenommen und oft auch bagatellisiert wurde, findet langsam ein Umdenken statt.

In der letzten Überarbeitung der ICD 11 (Internationale Klassifikation von Krankheiten) der WHO wird Burnout nun als eigenständige Diagnose erstmals anerkannt.

Burnout als Chance


Burnout ist längst nicht mehr nur ein Problem der helfenden Berufe, wie anfangs angenommen.

Die Betroffenen werden immer jünger.

Manche schaffen den Weg zurück ins Berufsleben nicht mehr.

Aber auch Probleme in der Partnerschaft oder die Pflege eines Angehörigen können in ein Burnout führen.

Ohne die persönlichen Ursachen für das Burnout zu erkennen und zu verändern, ist es nicht möglich, dort wieder hinauszukommen.

Die gute Nachricht: Wenn man Burnout als eine Chance begreifen kann, kann man die Krise dazu nutzen, sein Leben zu verändern und mehr die eigene Vision zu leben.

Burnout ist ein Hinweis darauf, dass wir ein Leben leben, das uns nicht wirklich entspricht.


Stress: DER Auslöser für ein Burnout?


Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Burnout durch zu viel Stress ausgelöst wird.

Doch was heißt Stress eigentlich?

Alle reden über Stress, aber wenn man genauer nachfragt, versteht jede etwas anderes darunter.

Das Lexikon der Psychologie von Dorsch definiert Stress folgendermaßen:

„Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet Stress eine subjektiv unangenehm empfundene Situation, von der eine Person negativ beeinflusst wird (Distress), im Gegensatz zum anregenden positiven Stress (Eustress).“

(Quelle: https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/stress)

Wichtig erscheint mir hier der Punkt des subjektiven Empfindens.

D.h., dass ich selbst die Situation bewerte und sie selbst als stressig einschätze.

Und genau das ist auch ein wichtiger Ansatzpunkt.

Denn je mehr wir uns ausgeliefert fühlen, desto stärker ist auch das Stressgefühl.

D.h. wir entscheiden uns auch, wovon wir uns stressen lassen und wovon nicht.

Somit setzt uns nicht die Situation an sich unter Stress, sondern wie wir diese bewerten.

Diese Bewertung löst das Gefühl von Hilflosigkeit aus.

Wir denken, wir haben nicht genügend Ressourcen in uns, um die Situation zu bewältigen.

Wir haben dann das Gefühl, der Situation nicht gewachsen zu sein. Die Folge: Stress!


Welche Frage sollten wir stellen?


Während Überforderung und Stress als Ursachen für ein Burnout deklariert werden, scheint sich niemand die Frage zu stellen, warum jemand so sehr über Jahre hinweg über die eigenen Grenzen gegangen ist.

Doch dies ist eigentlich die Frage, die uns wirklich weiterbringt.

Tatsächlich ist es nicht möglich, sich von einem Burnout durch reine Willenskraft und die richtigen Entspannungstechniken zu befreien.

Denn Burnout hat nichts mit einem schwachen Willen zu tun!

Burnout ist auch nicht allein dadurch heilbar, indem wir uns nur genügend anstrengen.

Ganz im Gegenteil. Häufig wissen Burnoutbetroffene sehr gut, was sie tun müssten, um aus dem Burnout herauszukommen.

Dennoch scheint es unmöglich zu sein, dieses Wissen umzusetzen.

Woran liegt das?

Möglicherweise liegt es daran, dass es sich um ein rein theoretisches Wissen handelt, das nicht mit Emotionen verknüpft ist.


Was ist denn dann die Ursache von Burnout?


Die Ärztin Mirriam Prieß sieht die Ursache von Burnout vielmehr in als negativ empfundenen und belastenden Beziehungen im sozialen Umfeld oder auch im Fehlen stärkender Beziehungen.

Sie betont allerdings auch, dass es besonders die mangelnde Beziehung zu sich selbst ist, die zu einem Burnout führt.

Betroffenen fällt es schwer sich selbst wahrzunehmen.

Ihnen fehlt häufig der Zugang zu eigenen Bedürfnissen, aber auch zu eigenen Grenzen.

Häufig ist das Bewusstsein eigener Kompetenzen und Stärken wenig ausgeprägt.

Dafür ist das Gefühl, nicht gut genug zu sein vorherrschend.

So wird Bestätigung mehr im Außen gesucht, um das Loch im Selbstwertgefühl zu stopfen.

Übermäßiges Leistungsdenken dient der Selbstbestätigung.


„Leben ist gelingende Beziehung!“


Dieses Zitat von Mirriam Prieß macht deutlich, dass Leben gelingt, wenn Beziehung gelingt.

Doch Burnoutbetroffene haben sehr häufig konfliktreiche belastende Beziehung in Ihrem Umfeld.

Sei es in der Familie, in der Partnerschaft oder im beruflichen Alltag.

Oder Beziehungen werden als oberflächlich empfunden und haben keinen nährenden Charakter.

Möglicherweise wissen Betroffene auch nicht, wie ein guter Kontakt zu sich selbst aussehen kann.

Eine gute Beziehung erkennt man an dem Dialog auf Augenhöhe mit Wertschätzung, Offenheit und Empathie.

Für einen Dialog braucht es Kommunikationsfähigkeit.

Dialog setzt auch das Interesse für mein Gegenüber und eine gewisse Beziehungsfähigkeit voraus.

Am Beginn des sehr individuellen Weges in ein Burnout steht in der Regel ein erlebter Konflikt – mit anderen oder aber mit sich selbst.

Ein Konflikt als Startpunkt

Nehmen wir mal folgendes Beispiel:

Lisa arbeitet in einer Beratungsstelle für Menschen, die Schulden haben.

Ihre Chefin erwartet von ihr, dass sie in ihrer Teilzeitstelle von 30 Wochenstunden 15 Klient:innen berät.

Zudem gibt es noch Teamsitzungen und Dokumentationspflichten.

Außerdem ist es mit der Beratung an sich noch nicht getan, denn für die Klient:innen müssen ja auch noch Briefe geschrieben und andere Arbeiten erledigt werden.

Eigentlich ist völlig klar, dass jede Einzelne nicht ausreichend begleitet werden kann, sondern letztendlich mehr schlecht als recht nur durchgeschleust wird.

Lisa hat bereits mehrere Male versucht, mit ihrer Chefin darüber zu reden, dass dies ein sehr hoher Arbeitsdruck ist und sie jeder zu Beratenden nicht gerecht werden kann.

Doch ihre Chefin ist nicht bereit, nach Lösungen für diese belastende Situation zu suchen, sondern besteht weiterhin auf der Erfüllung der Klient:innen-Quote.

Lisa zieht sich daraufhin resigniert zurück, ohne das zu bemerken.

Sie reagiert immer mehr mit psychosomatischen Symptomen auf die stressige Arbeitssituation, aber auch auf das Gefühl der Ohnmacht, da sie nichts an diesen Arbeitsstrukturen verändern kann.

Es fällt ihr immer schwerer, ihre Klient:innen empathisch zu unterstützen, da sie sich immer erschöpfter fühlt.

Ihr Anspruch ist es aber Ihre Arbeit gut zu machen und sie war bisher überengagiert bei der Sache bzw. bei ihren Klient:innen.

Die Erschöpfungsphase ist dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung als dauerhaft und unausweichlich erlebt wird.

Schließlich bricht sie unter der Arbeitsbelastung, aber auch dem Gefühl der Ausweglosigkeit zusammen.

Wäre ihre Chefin für einen Dialog offen gewesen, hätte dieser Burnout sicher vermieden werden können.

Gerade wenn wir unsere Arbeitsbedingungen nicht selber gestalten können, sind solche Verläufe vorprogrammiert.

Doch auch, wenn wir den Luxus haben, selber entscheiden zu können, wie wir unseren Arbeitsalltag organisieren, passiert es ganz schnell, dass wir unsere Bedürfnisse „überhören“, weil wir nicht im Kontakt mit uns selbst sind.

Im Dialog mit sich selbst zu sein, bedeutet aber genau das: eigene Bedürfnisse, aber auch eigene Grenzen gut wahrnehmen zu können.

Und natürlich geht es auch darum, die Befriedigung unserer Bedürfnisse auch umzusetzen.

Je mehr uns das gelingt, desto weniger laufen wir Gefahr, in ein Burnout zu schlittern.


3 Tipps, wie Du als nebenberufliche Selbständige ein Burnout verhinderst

Beatrice Krammer hat in ihrer Blogparade dazu aufgerufen, einen Blogartikel zum Thema
„Teilzeit-Selbständigkeit: Trend der Zukunft?“ beizutragen.

Dies nehme ich zum Anlass, meine Erfahrungen als nebenberuflich Selbständige zu reflektieren und Dir Tipps zu geben, wie Du ein Burnout verhindern kannst.

Ich selbst habe lange Jahre nebenberuflich als Selbständige gearbeitet. 2005 habe ich mich neben meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin nebenberuflich als Therapeutin selbständig gemacht. Zusätzlich hatte ich zwei weitere Honorarjobs.

Erst zu Beginn von 2017 habe ich mich als Therapeutin und Homöopathin ganz selbständig gemacht. Ich kann also auf 12 Jahre nebenberuflicher Tätigkeit zurückblicken.

Alles in allem war das eine sehr bereichernde und gute Erfahrung. Und ich hätte es mir auch nicht anders vorstellen können.

Dennoch würde ich nun rückblickend sagen, dass ich hätte viel besser auf mich aufpassen müssen. Ich denke nicht, dass meine nebenberuflichen Tätigkeiten der einzige Grund für mein Burnout waren, aber sie haben auf jeden Fall auch mit dazu beigetragen.

Ich habe nicht dafür gesorgt, dass ich genügend Ausgleich und Zeit zur Erholung hatte, was bei den vielen beruflichen Anforderungen aber zwingend notwendig gewesen wäre.

 

Der Anziehungsfaktor einer nebenberuflichen Selbständigkeit

Was hat es für mich so attraktiv gemacht, mich teil-selbständig zu machen?

Da wäre erst einmal das Ausleben meiner vielfältigen Interessen zu nennen. Ich hatte schon immer ein großes Interesse an Psychologie und der Heilung von Traumata.

So konnte ich in einer Nebentätigkeit ohne finanzielles Risiko erst einmal ausprobieren, ob der Beruf einer Therapeutin etwas für mich ist, da ich ja noch das regelmäßige Einkommen meines Hauptjobs hatte.

Dadurch habe ich meinen beruflichen Alltag auch als sehr abwechslungsreich erlebt. Langweilig wurde es nie!

Dadurch dass sich meine Aufmerksamkeit auf verschiedene Jobs verteilt hat, habe ich belastende Situationen nicht als sehr heftig empfunden, da ich eine Art Ausgleich durch meine anderen Jobs hatte. Das habe ich als sehr entlastend erlebt.

Auch wenn mir mein Hauptjob sehr viel Spaß gemacht hat und ich ihn als erfüllend erlebt habe, hatte ich das Gefühl, mich als Therapeutin noch mehr selbstverwirklichen zu können – ein großer Pluspunkt!

Mögliche Nachteile einer nebenberuflichen Selbständigkeit

Einer der offensichtlichsten Nachteile fand ich jedoch die Mehrbelastung, die leicht durch zwei oder noch mehr Jobs entsteht. Die Aufmerksamkeit muss auf zwei Stellen gleichzeitig aufgeteilt werden und manchmal entsteht das Gefühl, keiner Tätigkeit ganz gerecht werden zu können. Der Fokus muss immer wieder neu ausgerichtet werden.

Vielleicht hat der Arbeitgeber (oder auch Du selbst?) das Gefühl, dass Du nicht mehr 100% gibst und Du stehst mehr unter Druck, Dich beweisen zu müssen. Ein Nebenberuf bietet daher ein mögliches Konfliktpotential mit dem Arbeitgeber des Hauptjobs.

Fazit

Wie so vieles andere auch, hat das Ausüben einer nebenberuflichen Tätigkeit sowohl Vor- und Nachteile, die es gegeneinander abzuwägen gilt.

Es empfiehlt sich, sich ein finanzielles Polster anzulegen, bevor man sich entscheidet, im Hauptjob Teilzeit zu arbeiten und eine nebenberufliche Selbständigkeit zu beginnen. So kannst Du es verhindern, finanziell unter Druck zu geraten, was auf Dauer auch zu einem Burnout und dem Druck immer mehr arbeiten zu müssen beitragen kann.

Der zweite wichtige Punkt ist für mich, auf eine ausreichende Erholung zu achten. Idealerweise liegen Pausen dazwischen, wenn man von Job zu Job wechselt, damit man auch Zeit hat, sich auf das andere Arbeitsfeld einzustimmen und möglichst entspannt die Arbeitszeit zu beginnen.

Das war einer der Fehler, die ich gemacht habe: nahtlos von einer Arbeitsstelle zur nächsten überzugehen, ohne mich zwischendurch zu erholen.

Fallstricke für nebenberuflich Selbständige

Die größere Mehrbelastung führt dazu, dass man sehr schnell ausbrennen kann, wenn man nicht aufpasst.

Menschen, die sich nebenberuflich selbständig machen, sind in der Regel hochmotiviert und sehr engagiert.

Im Eifer des Gefechtes kann es vorkommen, dass man den Stress nicht so sehr wahrnimmt, da die Arbeit einem so viel gibt.

Erste Anzeichen einer Überforderung werden dann entweder nicht wahrgenommen oder aber ignoriert, bis es zu spät ist.

Ich finde es auch hilfreich, sich über die Motivation für die nebenberufliche Tätigkeit im Klaren zu sein.

Schließlich wirst Du viele Stunden damit beschäftigt sein und auch, Deine abendliche Freizeit sowie Deine Wochenende werden möglicherweise dabei „draufgehen“.

Wenn Dir Dein Warum klar ist, wirst Du nicht vorschnell aufgeben, wenn der Erfolg sich nicht so schnell wie erhofft einstellt oder die Herausforderungen Dir zu unüberwindlich erscheinen.

Ja, Dein Warum lässt Dich Belastungen nicht unbedingt als solche wahrnehmen. Eine klare Motivation sorgt dafür, die bestmögliche Strategie für eine selbständige Tätigkeit zu erarbeiten und durchzuziehen.

 

 

nebenberuflich selbständig und trotzdem entspannt

 

 

3 Tipps gegen ein Burnout

 

  1. Schaffe Dir ein gutes Zeitmanagement!

Das beste Gegenmittel gegen zeitlichen Stress ist eine gute Wochenplanung.

Setze Dich am besten am letzten Tag der Woche hin und plane die kommende Woche.

Mache Dir klar, welche Termine anstehen und trage als nächstes Deine Pausen ein.

Die Pausen sollten lang genug und auch wirkliche Pausen sein. Erledige in dieser Zeit nicht irgendwelche kleinen To do’s und beantworte keine E-Mails neben dem Essen.

Sorge dafür, dass Du Dich in dieser Zeit wirklich erholst.

Ich finde es auch hilfreich, Arbeitswege in den Kalender einzutragen, weil dann klar ist, dass Du Dir genügend Zeit dafür nimmst (inklusive Puffer für Unvorhergesehenes) und es das Bewusstsein dafür schärft, dass Du den Arbeitsplatz wechselst.

Plane Dir zusätzlich eine gewisse „gedankliche Umstiegszeit“ ein.

Versuche ähnliche Termine zu Zeitblöcken zusammenzufassen. Das kostet weniger Energie, als wenn Du Deinen Fokus ständig neu verlagern musst.

 

 2.Ausreichende Erholungsphasen einplanen

Sorge neben den täglichen Pausen dafür, dass Du Dir genügend Erholungszeit gönnst.

Wenn möglich, nutze das ganze Wochenende dafür und vermeide es zu arbeiten.

Nimm Dir auch mal Zeit für einen Kurztrip. So ein verlängertes Wochenende kann Wunder wirken.

Sorge auch dafür, dass Du genügend Urlaub hast und dieser lange genug ist. Erst nach 2 Wochen setzt eine gewisse Erholung ein. Nimm Dir daher mindestens 3 Wochen Urlaub am Stück, damit Du Dich wirklich von Grund auf erholen kannst.

Als nebenberuflich Selbständige bist Du aufgrund der Mehrbelastung besonders anfällig dafür, in ein Burnout zu rutschen, wenn Du nicht gut auf Dich achtest!

        3. Nimm Warnsignale unbedingt ernst!

Ein Burnout kündigt sich lange vorher an. Es ist ein schleichender Prozess.

Oft nehmen wir erste Anzeichen zwar wahr, wollen sie aber nicht wahrhaben.

Vielleicht merkst Du, dass Du immer erschöpfter wirst und versuchst Dich damit zu trösten, dass der nächste Urlaub ja bald ansteht.

Deine fehlende Energie schiebst Du auf die schlechten Arbeitsbedingungen.

Die andauernde Müdigkeit erklärst Du mit Deinen Schlafstörungen, aber Du gehst diesen nicht wirklich auf den Grund.

Auch die neuerdings auftretenden Konzentrationsschwierigkeiten siehst Du im fehlenden Schlaf begründet.

Du merkst zwar, dass Deine Leistung und auch Dein Engagement immer mehr abnehmen, bringst es aber nicht in Zusammenhang mit einem möglichen Burnout.

Du kannst von meiner Seite einen Burnout-Test gratis anfordern.

Mache den Test und überprüfe, ob Burnout für Dich bereits ein Thema ist.

Falls ja, dann steuere auf jeden Fall dagegen!

Dies tust Du, indem Du erst einmal akzeptierst, dass Du auf dem besten Weg in ein Burnout oder auch schon hineingeschlittert bist und dann überlegst, was Du verändern musst, um da wieder herauszukommen.

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