Goldtopas-Kristalle - Edelsteine als Hilfe bei Burnout

Edelsteine als Begleiter im Burnout

Gastartikel von Ina Wißmann

Was macht einen Edelstein zu einem guten Helfer beim Burnout?

Edelsteine geben Heilimpulse durch die Frequenzen, die sie ausstrahlen. Durch ihre molekulare Zusammensetzung des Kristallgitters, Ihre Farbgebung, die enthaltenen Mineralstoffe und die Prägung ihrer Entstehung, strahlt jeder Stein eine ganz bestimmte Frequenz aus, mit der wir in Resonanz gehen können.

Edelsteine, die als Impulsgeber zur Selbstheilung eingesetzt werden können, sind besonders gut spürbar, bei geistig seelischen Problematiken. Die meisten Krankheiten entstehen auf Seelenebene. Gerade bei Burnout Erkrankungen ist das deutlich spürbar. Die Dauerüberforderung und zu viel Stress manifestieren sich in vielen körperlicher Problemen. Erholung und Regeneration sind dann kaum noch in einfacher Form möglich.

Gerade hier sind Heilsteine gute Helfer und Impulsgeber. Sie unterstützen dabei, zur Ruhe zu kommen, in der Meditation fokussiert zu bleiben und bei Angststörungen nicht in Panik abzudriften. Regelmäßig über einen längeren Zeitraum und richtig eingesetzt können sie dabei unterstützen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, die Konzentration zu verbessern und auch Dauermüdigkeit durch neue frische Energie zu ersetzen.

Welche Steine eignen sich im Burnout?

Neue Energie bei großer Erschöpfung

Bei anhaltender Dauermüdigkeit und großer körperlicher wie auch seelischer Erschöpfung ist der Purpurit im Burnout der erste Stein der Wahl.

Seine tiefviolette Farbe beruhigt in stressigen Situationen und unterstützt dabei, die innere Gelassenheit wiederzufinden.

Purpurit verbessert die Wachheit, gibt neue Power und Energie. Er verbessert die Konzentrationsfähigkeit und hilft, den Fokus wieder halten zu können.

Auch bei Herzschwäche und Funktionsstörungen der Sinnesorgane, die in Erschöpfungszuständen nicht selten sind, bringt er Klarheit und neue Energie.

Der Purpurit sollte über längere Zeit am Körper getragen werden. Er kann auch als größerer Steine oft in der Hand gehalten werden. Da bereits seine Farbgebung beruhigt, unterstützt er schon, wenn er zum Beispiel in der Meditation genutzt, vor Beginn intensiv angeschaut wird. Der Stein verleitet geradezu, sich in ihn zu vertiefen und ihn zu betrachten.

Er macht wach und lässt doch unseren Geist unaufgeregt und ruhig werden.

Purpurit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Purpurit

Regeneration & Erholung wiedererlangen

In tiefen Erschöpfungszuständen fühlen sich auch die inneren Organe nicht mehr wohl. Stress und auch Wut über sich selbst und das eigene gefühlte „Versagen“, weil die Leistungsfähigkeit fehlt, ziehen oft auch Leber und Galle in Mitleidenschaft. Meist fühlt es sich an, als wäre uns „eine Laus über die Leber gelaufen“. Es kommt viel Wut hoch, die sich nur schwer kanalisieren lässt.

Der grüne Opal, auch Pistazienopal genannt, lässt in diesem Fall schnell Erholung einkehren. Er fördert die Regeneration und stärkt die Leber. Dadurch kann die Wut schnell weniger werden. Die aufgestauten Gefühle normalisieren sich und alles kommt wieder in Fluss.

Ist die Leber gesund, sind wir wach und leistungsfähig. Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit, deshalb ist es hilfreich, die Leber im Burnout zu unterstützen, um aus der Lethargie herauszufinden.

Pistazienopal - Edelstein als Begleiter im Burnout
Pistazienopal

Wieder Licht am Ende des Tunnels erkennen

Der wunderbare tiefblaue Dumortierit hilft dabei, die Dinge leichter zu nehmen. In der Steinheilkunde wird er auch der „Take it easy“ Stein genannt.

Schon von seinem kristallinen Aufbau her unterstützt er die Beständigkeit in allem. Das gibt Sicherheit im alltäglichen Tun.

Der Dumortierit unterstützt das Loslassen von alten Verhaftungen, die uns nicht dienlich sind. Er gibt die Stärke, bei zu viel Stress auch mal deutlich „nein“ sagen zu können.

Bei großer Nervosität, diversen Ängsten und auch auf dem Weg in die Depression hilft er uns, zwanghafte Muster bis hin zur Zwangsstörung zu erkennen und zu lindern.

Auch bei Kopfschmerzen und Übelkeit als Folge von großem Stress und Erschöpfung ist er der richtige Helfer.

Dumortierit sollte am Körper getragen werden. Auch in der Hosentasche, wo er oft angefasst wird, ist er hilfreich. Er unterstützt sofort, sollte aber für eine nachhaltige Unterstützung über längere Zeit getragen werden. Eine Zeitspanne von 6 Wochen bis zu 3 Monaten ist sinnvoll. Auch länger kann er nicht schaden.

Dumortierit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Dumortierit

Ein positives Selbstbild aufbauen

Durch mangelndes Selbstbewusstsein und nicht wahrgenommenen Selbstwert ist der Weg in die Depression und ins Burnout noch schneller geebnet als mit einem starken Selbstbild.

Der Goldtopas stärkt das Selbstbewusstsein und auch das eigene Bild, welches wir von uns haben.

Schon durch seine Farbe bringt der goldene Topas die Sonne ins Gemüt zurück.

Er hat eine positive Ausstrahlung auf den Stoffwechsel. Bei verschiedenen Essstörungen bis hin zur Magersucht kann er unterstützen.

Goldtopas - Edelstein als Begleiter im Burnout
Goldtopas

Neuen Lebensmut fassen

Der Naturcitrin fördert nicht nur das Selbstwertgefühl gewaltig, sondern bringt auch den im Burnout verlorengegangenen Lebensmut wieder zurück. Es fühlt sich so an, als würde er die Lebensgeister wiedererwecken können. Citrin lässt uns die Süße des Lebens wiederentdecken und unterstützt dabei auch geistig die dafür zuständigen Organe wie Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse.

Als Stein, der uns wieder aus unserer Mitte heraus strahlen lässt, ist er bekannt. Unser drittes Chakra, der Solarplexus oder auch Sonnengeflecht genannt, wird ganz besonders durch ihn aktiviert. Der Solarplexus steht für unser „ICH BIN“-Gefühl. Der eigene Selbstwert wird gestärkt. Citrin macht uns stark gerade aus der Mitte heraus, damit wir wieder selbst für uns einstehen können.

Bei diesem Stein ist es wichtig, auf Echtheit zu achten. Meistens bekommt man ihn als „gebrannten“ Stein im Handel. Dann wird ein violetter Amethyst so lange erhitzt, bis er orange wird.

Von Effekt her verpufft seine Energie schnell wieder. Bei natürlichem Citrin hält sie deutlich länger an und ist viel intensiver.

Naturcitrin ist meistens klar und hat keine weißen Stellen, sondern ist transparent in einem leicht gelblichen Farbton. Er hat oft keine intensive gelbe Farbe, wie die gebrannten Steine.

Citrin unterstützt die Selbstwahrnehmung und den Selbstwert. Er sollte an einer langen Kette direkt auf dem Solarplexus getragen werden. Innerhalb von etwa 3 Wochen kann sich schon eine positive Veränderung der eigenen Wahrnehmung einstellen.

Citrin - Edelstein als Begleiter im Burnout
Citrin

Wenn Angst dir den Schlaf raubt

Durch diffuse Ängste können schnell Alpträume und auch Schlaflosigkeit entstehen. Der kleine gelbe Brasilianit bindet uns wieder an unser höheres Selbst an, was uns Vertrauen und Zuversicht zurückbringt.

Er hilft uns, die Dinge aus der Adlerperspektive zu betrachten, was uns aus der Enge holt und Situationen wieder klar erkennen lässt.

Wieder mit uns selbst verbunden sein und an die eigene innere Führung glauben. Das ist die Qualität des Brasilianits.

Brasilianit kommt meistens als sehr kleiner Kristall von ca. 2cm vor. Deshalb ist es sinnvoll, ihn um den Hals zu tragen. Über die Thymusdrüse am Hals verteilt sich die Energie im Körper. Zur Aktivierung kann sie sanft mit dem Finger „geklopft“ werden.
Auch die Energie von Edelsteinen schwingt sich über die Thymusdrüse in den gesamten Organismus ein. Quasi in das gesamte System, was nicht nur den physischen Körper, sondern auch die energetischen Körper drumherum, unsere Aura mit einbezieht.

Brasilianit - Edelstein als Begleiter im Burnout
Brasilianit

Besonders bei seelischen Themen und Blockaden lassen Heilsteine sehr gut einsetzen. Ihre Wirkung ist oft sanft und überfordert nicht. Gerade wenn es Themen gibt, die sich gerade nicht leicht lösen lassen oder mit vielen schmerzhaften Emotionen behaftet sind, ist es anzuraten, achtsam und mit Fingerspitzengefühl vorzugehen.

Wie sich mit Heilsteinen am besten arbeiten lässt, erkläre ich in meinen Live-Online-Workshops.

Ina Wißmann

seit 2004 als Edelsteintherapeutin und -beraterin tätig. On- und Offline Kurse und Ausbildungen in Steinheilkunde und alternativen Heilweisen mit Steinen, Klang und schamanischer Arbeit.

Oft ist die innere Kluft zur Seele so ein großes unbewusstes schwarzes Loch, dass du gar nicht mehr sagen kannst, wo die Ursache des Problems herkommt – so tief ist sie vergraben. So groß der Schmerz, dort hinzuschauen.

Bei mir liegt die Magie darin, die Themen durch die Heilsteine sichtbar zu machen. Es lässt dich auf sanfte Weise erkennen, worum es geht, ohne dass du deine leidvolle Geschichte immer wieder erzählen musst.

Sehr wohl aber kommst du an deine Emotion, die dann endlich fließen kann.

Geh mit mir gemeinsam auf Entdeckungsreise in die magischen Welten der Heilsteine. So wird dein Lebensthema in den Heilsteinwelten sichtbar.

Das Offensichtliche ist nur der Beginn der Reise in die Tiefe deiner Seele, die mit den sanften Impulsen der richtigen Edelsteine wieder in die Heilung findet. 

Triff die richtigen Entscheidungen für dein Leben und sprenge deine Grenzen, um wieder ganz deiner Intuition zu vertrauen.

Beginne die Reise zu dir selbst jetzt, fülle deine Energie wieder auf und erkenne deine Kraft!

Ich nehme dich gern ein Stück des Weges an die Hand und unterstütze dich mit all meinen schamanischen Möglichkeiten.

Ina Wißmann
Zaubersteine für die Seele
Im Gehege 21, 21256 Handeloh
Mail: steine@ina-wissmann.de
Web: www.ina-wissmann.de

Hier kannst du mich und meine Arbeit kennen lernen:

Kommt Burnout nur von zu viel Stress?

Kommt Burnout nur durch zu viel Stress?

Burnout ist inzwischen zu einem Problem von großer gesellschaftlicher Tragweite geworden.

Eine Burnout-Diagnose ist für jede Einzelne mit großem persönlichen Leid verbunden.

Während Burnout lange Zeit nicht als wirkliche Erkrankung ernstgenommen und oft auch bagatellisiert wurde, findet langsam ein Umdenken statt.

In der letzten Überarbeitung der ICD 11 (Internationale Klassifikation von Krankheiten) der WHO wird Burnout nun als eigenständige Diagnose erstmals anerkannt.

Burnout als Chance


Burnout ist längst nicht mehr nur ein Problem der helfenden Berufe, wie anfangs angenommen.

Die Betroffenen werden immer jünger.

Manche schaffen den Weg zurück ins Berufsleben nicht mehr.

Aber auch Probleme in der Partnerschaft oder die Pflege eines Angehörigen können in ein Burnout führen.

Ohne die persönlichen Ursachen für das Burnout zu erkennen und zu verändern, ist es nicht möglich, dort wieder hinauszukommen.

Die gute Nachricht: Wenn man Burnout als eine Chance begreifen kann, kann man die Krise dazu nutzen, sein Leben zu verändern und mehr die eigene Vision zu leben.

Burnout ist ein Hinweis darauf, dass wir ein Leben leben, das uns nicht wirklich entspricht.


Stress: DER Auslöser für ein Burnout?


Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Burnout durch zu viel Stress ausgelöst wird.

Doch was heißt Stress eigentlich?

Alle reden über Stress, aber wenn man genauer nachfragt, versteht jede etwas anderes darunter.

Das Lexikon der Psychologie von Dorsch definiert Stress folgendermaßen:

„Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet Stress eine subjektiv unangenehm empfundene Situation, von der eine Person negativ beeinflusst wird (Distress), im Gegensatz zum anregenden positiven Stress (Eustress).“

(Quelle: https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/stress)

Wichtig erscheint mir hier der Punkt des subjektiven Empfindens.

D.h., dass ich selbst die Situation bewerte und sie selbst als stressig einschätze.

Und genau das ist auch ein wichtiger Ansatzpunkt.

Denn je mehr wir uns ausgeliefert fühlen, desto stärker ist auch das Stressgefühl.

D.h. wir entscheiden uns auch, wovon wir uns stressen lassen und wovon nicht.

Somit setzt uns nicht die Situation an sich unter Stress, sondern wie wir diese bewerten.

Diese Bewertung löst das Gefühl von Hilflosigkeit aus.

Wir denken, wir haben nicht genügend Ressourcen in uns, um die Situation zu bewältigen.

Wir haben dann das Gefühl, der Situation nicht gewachsen zu sein. Die Folge: Stress!


Welche Frage sollten wir stellen?


Während Überforderung und Stress als Ursachen für ein Burnout deklariert werden, scheint sich niemand die Frage zu stellen, warum jemand so sehr über Jahre hinweg über die eigenen Grenzen gegangen ist.

Doch dies ist eigentlich die Frage, die uns wirklich weiterbringt.

Tatsächlich ist es nicht möglich, sich von einem Burnout durch reine Willenskraft und die richtigen Entspannungstechniken zu befreien.

Denn Burnout hat nichts mit einem schwachen Willen zu tun!

Burnout ist auch nicht allein dadurch heilbar, indem wir uns nur genügend anstrengen.

Ganz im Gegenteil. Häufig wissen Burnoutbetroffene sehr gut, was sie tun müssten, um aus dem Burnout herauszukommen.

Dennoch scheint es unmöglich zu sein, dieses Wissen umzusetzen.

Woran liegt das?

Möglicherweise liegt es daran, dass es sich um ein rein theoretisches Wissen handelt, das nicht mit Emotionen verknüpft ist.


Was ist denn dann die Ursache von Burnout?


Die Ärztin Mirriam Prieß sieht die Ursache von Burnout vielmehr in als negativ empfundenen und belastenden Beziehungen im sozialen Umfeld oder auch im Fehlen stärkender Beziehungen.

Sie betont allerdings auch, dass es besonders die mangelnde Beziehung zu sich selbst ist, die zu einem Burnout führt.

Betroffenen fällt es schwer sich selbst wahrzunehmen.

Ihnen fehlt häufig der Zugang zu eigenen Bedürfnissen, aber auch zu eigenen Grenzen.

Häufig ist das Bewusstsein eigener Kompetenzen und Stärken wenig ausgeprägt.

Dafür ist das Gefühl, nicht gut genug zu sein vorherrschend.

So wird Bestätigung mehr im Außen gesucht, um das Loch im Selbstwertgefühl zu stopfen.

Übermäßiges Leistungsdenken dient der Selbstbestätigung.


„Leben ist gelingende Beziehung!“


Dieses Zitat von Mirriam Prieß macht deutlich, dass Leben gelingt, wenn Beziehung gelingt.

Doch Burnoutbetroffene haben sehr häufig konfliktreiche belastende Beziehung in Ihrem Umfeld.

Sei es in der Familie, in der Partnerschaft oder im beruflichen Alltag.

Oder Beziehungen werden als oberflächlich empfunden und haben keinen nährenden Charakter.

Möglicherweise wissen Betroffene auch nicht, wie ein guter Kontakt zu sich selbst aussehen kann.

Eine gute Beziehung erkennt man an dem Dialog auf Augenhöhe mit Wertschätzung, Offenheit und Empathie.

Für einen Dialog braucht es Kommunikationsfähigkeit.

Dialog setzt auch das Interesse für mein Gegenüber und eine gewisse Beziehungsfähigkeit voraus.

Am Beginn des sehr individuellen Weges in ein Burnout steht in der Regel ein erlebter Konflikt – mit anderen oder aber mit sich selbst.

Ein Konflikt als Startpunkt

Nehmen wir mal folgendes Beispiel:

Lisa arbeitet in einer Beratungsstelle für Menschen, die Schulden haben.

Ihre Chefin erwartet von ihr, dass sie in ihrer Teilzeitstelle von 30 Wochenstunden 15 Klient:innen berät.

Zudem gibt es noch Teamsitzungen und Dokumentationspflichten.

Außerdem ist es mit der Beratung an sich noch nicht getan, denn für die Klient:innen müssen ja auch noch Briefe geschrieben und andere Arbeiten erledigt werden.

Eigentlich ist völlig klar, dass jede Einzelne nicht ausreichend begleitet werden kann, sondern letztendlich mehr schlecht als recht nur durchgeschleust wird.

Lisa hat bereits mehrere Male versucht, mit ihrer Chefin darüber zu reden, dass dies ein sehr hoher Arbeitsdruck ist und sie jeder zu Beratenden nicht gerecht werden kann.

Doch ihre Chefin ist nicht bereit, nach Lösungen für diese belastende Situation zu suchen, sondern besteht weiterhin auf der Erfüllung der Klient:innen-Quote.

Lisa zieht sich daraufhin resigniert zurück, ohne das zu bemerken.

Sie reagiert immer mehr mit psychosomatischen Symptomen auf die stressige Arbeitssituation, aber auch auf das Gefühl der Ohnmacht, da sie nichts an diesen Arbeitsstrukturen verändern kann.

Es fällt ihr immer schwerer, ihre Klient:innen empathisch zu unterstützen, da sie sich immer erschöpfter fühlt.

Ihr Anspruch ist es aber Ihre Arbeit gut zu machen und sie war bisher überengagiert bei der Sache bzw. bei ihren Klient:innen.

Die Erschöpfungsphase ist dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung als dauerhaft und unausweichlich erlebt wird.

Schließlich bricht sie unter der Arbeitsbelastung, aber auch dem Gefühl der Ausweglosigkeit zusammen.

Wäre ihre Chefin für einen Dialog offen gewesen, hätte dieser Burnout sicher vermieden werden können.

Gerade wenn wir unsere Arbeitsbedingungen nicht selber gestalten können, sind solche Verläufe vorprogrammiert.

Doch auch, wenn wir den Luxus haben, selber entscheiden zu können, wie wir unseren Arbeitsalltag organisieren, passiert es ganz schnell, dass wir unsere Bedürfnisse „überhören“, weil wir nicht im Kontakt mit uns selbst sind.

Im Dialog mit sich selbst zu sein, bedeutet aber genau das: eigene Bedürfnisse, aber auch eigene Grenzen gut wahrnehmen zu können.

Und natürlich geht es auch darum, die Befriedigung unserer Bedürfnisse auch umzusetzen.

Je mehr uns das gelingt, desto weniger laufen wir Gefahr, in ein Burnout zu schlittern.


3 Tipps, wie Du als nebenberufliche Selbständige ein Burnout verhinderst

Beatrice Krammer hat in ihrer Blogparade dazu aufgerufen, einen Blogartikel zum Thema
„Teilzeit-Selbständigkeit: Trend der Zukunft?“ beizutragen.

Dies nehme ich zum Anlass, meine Erfahrungen als nebenberuflich Selbständige zu reflektieren und Dir Tipps zu geben, wie Du ein Burnout verhindern kannst.

Ich selbst habe lange Jahre nebenberuflich als Selbständige gearbeitet. 2005 habe ich mich neben meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin nebenberuflich als Therapeutin selbständig gemacht. Zusätzlich hatte ich zwei weitere Honorarjobs.

Erst zu Beginn von 2017 habe ich mich als Therapeutin und Homöopathin ganz selbständig gemacht. Ich kann also auf 12 Jahre nebenberuflicher Tätigkeit zurückblicken.

Alles in allem war das eine sehr bereichernde und gute Erfahrung. Und ich hätte es mir auch nicht anders vorstellen können.

Dennoch würde ich nun rückblickend sagen, dass ich hätte viel besser auf mich aufpassen müssen. Ich denke nicht, dass meine nebenberuflichen Tätigkeiten der einzige Grund für mein Burnout waren, aber sie haben auf jeden Fall auch mit dazu beigetragen.

Ich habe nicht dafür gesorgt, dass ich genügend Ausgleich und Zeit zur Erholung hatte, was bei den vielen beruflichen Anforderungen aber zwingend notwendig gewesen wäre.

 

Der Anziehungsfaktor einer nebenberuflichen Selbständigkeit

Was hat es für mich so attraktiv gemacht, mich teil-selbständig zu machen?

Da wäre erst einmal das Ausleben meiner vielfältigen Interessen zu nennen. Ich hatte schon immer ein großes Interesse an Psychologie und der Heilung von Traumata.

So konnte ich in einer Nebentätigkeit ohne finanzielles Risiko erst einmal ausprobieren, ob der Beruf einer Therapeutin etwas für mich ist, da ich ja noch das regelmäßige Einkommen meines Hauptjobs hatte.

Dadurch habe ich meinen beruflichen Alltag auch als sehr abwechslungsreich erlebt. Langweilig wurde es nie!

Dadurch dass sich meine Aufmerksamkeit auf verschiedene Jobs verteilt hat, habe ich belastende Situationen nicht als sehr heftig empfunden, da ich eine Art Ausgleich durch meine anderen Jobs hatte. Das habe ich als sehr entlastend erlebt.

Auch wenn mir mein Hauptjob sehr viel Spaß gemacht hat und ich ihn als erfüllend erlebt habe, hatte ich das Gefühl, mich als Therapeutin noch mehr selbstverwirklichen zu können – ein großer Pluspunkt!

Mögliche Nachteile einer nebenberuflichen Selbständigkeit

Einer der offensichtlichsten Nachteile fand ich jedoch die Mehrbelastung, die leicht durch zwei oder noch mehr Jobs entsteht. Die Aufmerksamkeit muss auf zwei Stellen gleichzeitig aufgeteilt werden und manchmal entsteht das Gefühl, keiner Tätigkeit ganz gerecht werden zu können. Der Fokus muss immer wieder neu ausgerichtet werden.

Vielleicht hat der Arbeitgeber (oder auch Du selbst?) das Gefühl, dass Du nicht mehr 100% gibst und Du stehst mehr unter Druck, Dich beweisen zu müssen. Ein Nebenberuf bietet daher ein mögliches Konfliktpotential mit dem Arbeitgeber des Hauptjobs.

Fazit

Wie so vieles andere auch, hat das Ausüben einer nebenberuflichen Tätigkeit sowohl Vor- und Nachteile, die es gegeneinander abzuwägen gilt.

Es empfiehlt sich, sich ein finanzielles Polster anzulegen, bevor man sich entscheidet, im Hauptjob Teilzeit zu arbeiten und eine nebenberufliche Selbständigkeit zu beginnen. So kannst Du es verhindern, finanziell unter Druck zu geraten, was auf Dauer auch zu einem Burnout und dem Druck immer mehr arbeiten zu müssen beitragen kann.

Der zweite wichtige Punkt ist für mich, auf eine ausreichende Erholung zu achten. Idealerweise liegen Pausen dazwischen, wenn man von Job zu Job wechselt, damit man auch Zeit hat, sich auf das andere Arbeitsfeld einzustimmen und möglichst entspannt die Arbeitszeit zu beginnen.

Das war einer der Fehler, die ich gemacht habe: nahtlos von einer Arbeitsstelle zur nächsten überzugehen, ohne mich zwischendurch zu erholen.

Fallstricke für nebenberuflich Selbständige

Die größere Mehrbelastung führt dazu, dass man sehr schnell ausbrennen kann, wenn man nicht aufpasst.

Menschen, die sich nebenberuflich selbständig machen, sind in der Regel hochmotiviert und sehr engagiert.

Im Eifer des Gefechtes kann es vorkommen, dass man den Stress nicht so sehr wahrnimmt, da die Arbeit einem so viel gibt.

Erste Anzeichen einer Überforderung werden dann entweder nicht wahrgenommen oder aber ignoriert, bis es zu spät ist.

Ich finde es auch hilfreich, sich über die Motivation für die nebenberufliche Tätigkeit im Klaren zu sein.

Schließlich wirst Du viele Stunden damit beschäftigt sein und auch, Deine abendliche Freizeit sowie Deine Wochenende werden möglicherweise dabei „draufgehen“.

Wenn Dir Dein Warum klar ist, wirst Du nicht vorschnell aufgeben, wenn der Erfolg sich nicht so schnell wie erhofft einstellt oder die Herausforderungen Dir zu unüberwindlich erscheinen.

Ja, Dein Warum lässt Dich Belastungen nicht unbedingt als solche wahrnehmen. Eine klare Motivation sorgt dafür, die bestmögliche Strategie für eine selbständige Tätigkeit zu erarbeiten und durchzuziehen.

 

 

nebenberuflich selbständig und trotzdem entspannt

 

 

3 Tipps gegen ein Burnout

 

  1. Schaffe Dir ein gutes Zeitmanagement!

Das beste Gegenmittel gegen zeitlichen Stress ist eine gute Wochenplanung.

Setze Dich am besten am letzten Tag der Woche hin und plane die kommende Woche.

Mache Dir klar, welche Termine anstehen und trage als nächstes Deine Pausen ein.

Die Pausen sollten lang genug und auch wirkliche Pausen sein. Erledige in dieser Zeit nicht irgendwelche kleinen To do’s und beantworte keine E-Mails neben dem Essen.

Sorge dafür, dass Du Dich in dieser Zeit wirklich erholst.

Ich finde es auch hilfreich, Arbeitswege in den Kalender einzutragen, weil dann klar ist, dass Du Dir genügend Zeit dafür nimmst (inklusive Puffer für Unvorhergesehenes) und es das Bewusstsein dafür schärft, dass Du den Arbeitsplatz wechselst.

Plane Dir zusätzlich eine gewisse „gedankliche Umstiegszeit“ ein.

Versuche ähnliche Termine zu Zeitblöcken zusammenzufassen. Das kostet weniger Energie, als wenn Du Deinen Fokus ständig neu verlagern musst.

 

 2.Ausreichende Erholungsphasen einplanen

Sorge neben den täglichen Pausen dafür, dass Du Dir genügend Erholungszeit gönnst.

Wenn möglich, nutze das ganze Wochenende dafür und vermeide es zu arbeiten.

Nimm Dir auch mal Zeit für einen Kurztrip. So ein verlängertes Wochenende kann Wunder wirken.

Sorge auch dafür, dass Du genügend Urlaub hast und dieser lange genug ist. Erst nach 2 Wochen setzt eine gewisse Erholung ein. Nimm Dir daher mindestens 3 Wochen Urlaub am Stück, damit Du Dich wirklich von Grund auf erholen kannst.

Als nebenberuflich Selbständige bist Du aufgrund der Mehrbelastung besonders anfällig dafür, in ein Burnout zu rutschen, wenn Du nicht gut auf Dich achtest!

        3. Nimm Warnsignale unbedingt ernst!

Ein Burnout kündigt sich lange vorher an. Es ist ein schleichender Prozess.

Oft nehmen wir erste Anzeichen zwar wahr, wollen sie aber nicht wahrhaben.

Vielleicht merkst Du, dass Du immer erschöpfter wirst und versuchst Dich damit zu trösten, dass der nächste Urlaub ja bald ansteht.

Deine fehlende Energie schiebst Du auf die schlechten Arbeitsbedingungen.

Die andauernde Müdigkeit erklärst Du mit Deinen Schlafstörungen, aber Du gehst diesen nicht wirklich auf den Grund.

Auch die neuerdings auftretenden Konzentrationsschwierigkeiten siehst Du im fehlenden Schlaf begründet.

Du merkst zwar, dass Deine Leistung und auch Dein Engagement immer mehr abnehmen, bringst es aber nicht in Zusammenhang mit einem möglichen Burnout.

Du kannst von meiner Seite einen Burnout-Test gratis anfordern.

Mache den Test und überprüfe, ob Burnout für Dich bereits ein Thema ist.

Falls ja, dann steuere auf jeden Fall dagegen!

Dies tust Du, indem Du erst einmal akzeptierst, dass Du auf dem besten Weg in ein Burnout oder auch schon hineingeschlittert bist und dann überlegst, was Du verändern musst, um da wieder herauszukommen.

Du wünschst Dir Unterstützung dabei? Dann buche Dir hier ein 30-minütiges gratis Strategiegespräch mit Dir und ich helfe Dir weiter.

Spannnung regulieren

Spannung regulieren als Akt der Selbstfürsorge

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich konnte früher nicht unbedingt etwas Konkretes antworten, wenn ich gefragt wurde, wie mein Tag so war.

Irgendwie verschwamm der Tag im Nebel. Ich hatte ihn nicht so bewusst wahrgenommen.

Ich hatte nur funktioniert. Ich hatte nur reagiert.

Vielleicht wäre mir bei genauerer Betrachtung aufgefallen, dass ich eigentlich schon genervt war, als ich bei der Arbeit ankam, da ich aufgrund eines Staus 15 Minuten länger gebraucht hatte und dann auch noch nicht schnell genug einen Parkplatz gefunden habe.

So kam ich zwar gerade noch so pünktlich zu meiner ersten Therapiesitzung, hatte aber keine Zeit mehr, mir einen Tee zu kochen und mich innerlich auf den Tag einzustimmen.

In der Mittagspause ging die Hetze dann irgendwie weiter. Statt mich zu erholen, haben ich Mittag gegessen und nebenbei noch E-Mails beantwortet.

Für den Nachmittag war nicht mehr wirklich etwas Besonderes erinnerbar. So könnte ein ganz normaler Tag aussehen.

Ich hatte mich im Alltagstrott verloren und den Tag nicht bewusst gelebt. Ich hatte mich leben lassen.

 

Die einzige Wahrheit ist das Hier und Jetzt

Soweit eine tibetische Weisheit. Im Hier und Jetzt zu sein, bringt Dich vom Reagieren zum Agieren, vom gelebt werden zum Leben.

Doch was kann helfen, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren, wenn wir uns in Gedanken verlieren?

Oder wenn wir aus reiner Überforderung heraus in den Funktionieren-Modus wechseln?

 

 

Mit einem Rosenbad Spannung regulieren

 

 

Das Ressourcenbarometer

Lydia Hantke und Hans-Joachim Görges beschreiben in ihrem Buch „Ausgangspunkt Selbstfürsorge“ eine tolle Übung, um sich schnell wieder im Hier und Jetzt zu verorten: Das Ressourcenbarometer.

Mit dieser Übung checkst Du in Sekundenschnelle Deinen Kontakt zwischen Kopf und Bauch ab.

Hier sind die einzelnen Schritte dazu:

1. Nimm ganz bewusst eine Außenstelle Deines Körpers wahr, mit der Du einen Gegenstand berührst!

Das könnten z.B. Deine Fußsohlen sein, die den Fußboden berühren.

Oder Du nimmst bewusst wahr, wie Dein Hintern auf dem Stuhl sitzt.

Du kannst auch einen Stift in die Hand nehmen und spüren, wie er in Deiner Hand liegt.

2. Konzentriere Dich auf diesen Kontakt!

Wie deutlich ist dieser Kontakt für Dich wahrnehmbar?

3. Schätze auf einer Skala von 1-10 ein, wie deutlich Du diesen Kontakt wahrnimmst.

1 bedeutet „So gut wie kaum wahrnehmbar.“ und 10 „sehr deutlich wahrnehmbar“.

Wo genau befindest Du Dich?

Es geht hier nur um eine Momentaufnahme.

Es kann sein, dass Du es in ein paar Minuten ganz anders wahrnimmst.

4. Reicht Dir der Wert auf der Skala?

Nehmen wir einmal an, Du hast Dich für eine 5 entschieden.

D.h. Du fühlst Dich so halb im Hier und Jetzt verankert.

Empfindest Du das als ausreichend?

Oder möchtest Du deine Präsenz im Augenblick weiter verbessern?

Sagen wir einmal auf 8?

5. Falls nicht, justiere nach!

Es kommt auf die Situation an, in der Du Dich gerade befindest.

Wenn Du z.B. gleich eine Therapiesitzung mit einer Klientin hast, ist es sicher hilfreich, wenn Du auf mindestens eine 8 gehst.

Hast Du Dich aber zu einer Joggingrunde mit Deiner besten Freundin verabredet, reicht sicher auch eine 5.

Wenn Du Deine Präsenz im Hier und Jetzt steigern möchtest, könntest Du z.B. mal kurz das Fenster aufmachen und tief durchatmen oder eine Erdungsübung machen.

6. Konzentriere Dich noch einmal auf die gleiche Körperstelle!

Spüre noch einmal an die Stelle, an der Du den Kontakt vorher wahrgenommen hast.

Du könntest Dich aber auch für eine andere Stelle entscheiden und dort hin spüren.

7. Nimm eine erneute Einschätzung auf der Skala vor!

Wieder wählst Du einen Wert zwischen 1 und 10, um Deine Wahrnehmung im Hier und Jetzt zu beurteilen.

Du erinnerst Dich? 1: „kaum wahrnehmbar“ und 10: „sehr deutlich wahrnehmbar“.

8. Hat sich der Wert verändert?

Ist der Wert gleichgeblieben oder gab es eine Veränderung?

Hat die Maßnahme, die Du ergriffen hattest, zu einer stärkeren Präsenz geführt?

9. Falls Du Deine Verankerung im Hier und Jetzt verstärken möchtest, arbeite Dich auf der Skala nach oben vor.

Du könntest eine Achtsamkeitsübung machen, um Deinen Wert zu verbessern oder Dir sogar eine Art Puffer zu verschaffen. Dabei könnte EFT (Emotional Freedom Technique) sehr hilfreich sein.

Wie Du EFT durchführst, kannst Du in diesem Blogartikel nachlesen: https://marion-kellner.net/eft-gegen-burnout/.

 

Dieses Ressourcenbarometer hilft Dir dabei, eine bessere Zusammenarbeit von Körper und Geist zu erreichen.

Je besser Du Dich und Deine Umwelt wahrnehmen kannst, desto leichter kannst du auf Deine Ressourcen zurückgreifen und sie nutzen.

Du wirst dadurch in die Lage versetzt eine Wahl zu treffen: wie Du handeln möchtest oder wie Du reagieren möchtest.

Du kannst damit überprüfen, ob Du in dem Moment Zugriff auf Deine Kompetenzen hast oder nicht.

Und Du weißt, ob Du etwas verändern musst, um bestmöglich in der Präsenz des Augenblicks zu sein.

Ich freue mich darauf, von Deinen Erfahrungen mit dieser Übung zu lesen: kontakt@marion-kellner.net.

 

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Ja, schicke mir die Anti-Burnout-Tipps!

 

 

 

Selbstfürsorge ist wichtig: Massage

Selbstfürsorge lernen: Ist das wirklich so wichtig?

Vielleicht kennst du das: Du machst Deine Arbeit eigentlich ganz gern. Dennoch hast Du manchmal keine Lust hinzugehen oder fühlst Dich an manchen Punkten überfordert.

Du fragst Dich, woran das liegen könnte.

  • Hängt das vielleicht mit Deinen Klient*innen zusammen?
  • Oder mit Deinen Kolleg*innen?
  • Oder sind vielleicht doch die Arbeitsbedingungen daran schuld?
  • Überwiegen die Belastungen anstelle von Freude an der Arbeit
  • Hast du möglicherweise den falschen Beruf ergriffen?

Du hast vielleicht schon einiges versucht, um der Sache auf den Grund zu gehen. Schon x Mal hast Du alles mit Deiner besten Freundin durchgekaut. Du hast Dir einen längeren Urlaub gegönnt. Du hast Überlegungen angestellt, ob Du einen Tapetenwechsel bauchst. Alles, was du bisher verändert hast, hilft Dir allerdings nicht weiter. Möglicherweise trägt erst eine Burnout-Diagnose dazu bei, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen. Doch wozu so lange warten?

Du siehst, dass es Deinen Kolleg*innen so ähnlich geht wie Dir. Das macht es nicht gerade einfacher. Lässt dies doch eher das Gefühl entstehen, dass sich sowieso nichts dagegen machen lässt. Du denkst Dir vielleicht, dass du dich nicht so anstellen solltest und versuchst, aufkommende Erschöpfung und Lustlosigkeit zu unterdrücken.

 

Arbeit im helfenden Beruf: Lust oder Frust?

Arbeit ist ein zentraler Bereich unseres Lebens. Wir gehen arbeiten, denn schließlich müssen wir von etwas leben. Doch ein Job dient nicht nur dem Broterwerb, sondern lässt uns auch Dinge tun, die uns Spaß machen: reisen, ganz viele Bücher kaufen und verschlingen oder auch die Mitgliedschaft in einem Tennisclub oder Ruderverein.

Wenn Du im psychosozialen Bereich tätig bist, hat Arbeit meist noch eine weitergehende Bedeutung:

  • Du möchtest anderen Menschen helfen und anderen Aufmerksamkeit und Zuwendung zu geben und ihnen auf Ihrem Weg eine Stütze und vielleicht auch ein Vorbild sein.
  • Es geht dir darum, sie zu ermutigen, ein wenig mehr durchzuhalten und Durchbrüche zu erzielen.
  • Du arbeitest nicht nur, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern Du möchtest Deinen Beitrag dazu leisten, die Welt ein Stück besser zu machen.
  • Was Du den Menschen anbietest, ist Bindung, Beziehungsfähigkeit, Empathie und Deine Mitmenschlichkeit.

Somit bist Du ganz anders in Deine Arbeit eingebunden, als wenn Du zum Beispiel einen Computer produzieren würdest. Dies macht Dich anfällig dafür, Deine eigenen Grenzen zu überschreiten. Nirgendwo sonst gibt es eine so große Bereitschaft, schlechte Arbeitsbedingungen zu tolerieren und die Arbeit ausfallender Kolleg*innen mit zu übernehmen, aus Angst, Klient*innen andernfalls im Stich zu lassen. Hinzu kommt der enorme Leistungs- und Erfolgsdruck, aber auch immer mehr Arbeit, die in immer weniger Zeit erledigt werden muss. So lange, bis der große Zusammenbruch kommt…

 

Setting für eine entspannende Massage mit kleinem Buddha

 

Braucht es wirklich eine Work-Life-Balance?

Immer wieder wird gesagt, dass es wichtig sei, auf eine gute Work-Life-Balance zu achten. Genauso oft wird betont, dass es erforderlich sei, zwischen Arbeit und Freizeit eine klare Grenze zu ziehen. Das Leben an sich wird mit Freizeit und Urlaub in Verbindung gebracht, nicht aber mit unserem Beruf.

Darf man sich denn gar nicht auf die Arbeit freuen? Bekommt man dann nicht gleich den Stempel von Überengagiertheit aufgedrückt? Oder es wird gleich als Flucht vor dem Privatleben unterstellt. Darf man denn seine Arbeit nicht auch gerne tun und trotzdem auf seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen achten? Auch wenn einer die Klient*innen am Herzen liegen, kann sie doch pünktlich in den Feierabend gehen.

Viel häufiger wird sich jedoch über die Arbeit beschwert und sie hat vielleicht eher einen negativen Beigeschmack. Es ist auffallend, dass die wenigsten Menschen voller Freude zur Arbeit gehen und mit Heiterkeit in den Feierabend gehen. Es scheint immer eine Verpflichtung zu geben, die noch erledigt werden muss und schon rückt ein pünktlicher Feierabend in weite Ferne.

Je anstrengender die Arbeit empfunden wird, desto wichtiger wäre Erholung und Freude in der Freizeit. Doch dafür bleibt oft die Kraft nicht übrig.

 

Selbstfürsorge lernen? Nicht das auch noch!

Neben dem Schlagwort der Work-Life-Balance hört man immer häufiger von der so wichtigen Selbstfürsorge. Auch diese scheint sich auf den Freizeit-Bereich zu beziehen, anstatt ihr auch auf der Arbeit einen angemessenen Raum zu geben. Häufig werden Bilder wie scheinbar mühelos ausgeführte Yoga-Übungen oder lachende Menschen am Strand, aber nicht im Berufsalltag mit Selbstfürsorge verbunden.

Viele Menschen empfinden die Anforderung, nun auch noch verantwortlich für ihre Selbstfürsorge zu sein, als eine zusätzliche Belastung, da dafür nun auch noch Zeit freigeschaufelt werden muss. Damit einher scheint die Ansicht zu gehen, dass man selbst schuld sei, wenn man z.B. Kopfschmerzen habe, denn „Du hast einfach nicht gut genug für Dich gesorgt!“ muss man sich dann anhören. So entsteht leicht das Gefühl von: Alles muss man selber machen! Viele fühlen sich davon überfordert, der Selfcare ihren angemessenen Platz in ihrem Alltag zu geben. Ziel wäre jedoch, dass Selbstfürsorge als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit betrachtet werden sollte, für die Mitarbeiter*innen, Team und Leitung gleichermaßen verantwortlich sind. Denn: Um die Beziehungsfähigkeit in einem helfenden Beruf aufrechterhalten zu können, ist Selbstfürsorge Grundbedingung! Ohne Selbstfürsorge zu lernen geht es einfach nicht.

Da die gemeinsame Verantwortung für die Selbstfürsorge in den meisten Fällen noch Zukunftsmusik ist, müssen wir uns darum tatsächlich selber kümmern. Wenn wir als Selbständige allein arbeiten, gilt das umso mehr. Es ist also Zeit, sich und die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen und Selfcare zur Basis unserer Arbeit zu machen. Wenn die Arbeitsbedingungen schon schwierig sind, sollten wir es uns wenigstens gut gehen lassen!

 

Mein Tipp für eine bessere Selbstfürsorge:

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Bedürfnisse erfüllen mit Yoga am Strand

Mit diesen 7 Schritten gestaltest Du Deinen Alltag nach Deinen Bedürfnissen

Beim letzten Blogartikel ging es darum, wie Du aus den ersten Burnout-Phasen aussteigen kannst.

Dieses Mal möchte ich Dir zeigen, wie Du erst gar nicht hineinschlitterst.

Denn: Vorbeugung ist besser als Heilung!

 

Wie steht es um Deine Grenzen?

In meinen Webinaren zeigt sich immer wieder das gleiche Problem: Es ist so schwer, auf die eigenen Grenzen zu achten – nicht nur im Beruf, sondern auch im Privaten.

Manchmal werden eigene Grenzen noch nicht einmal wahrgenommen.

Entweder es besteht keine Übung darin, die eigene Bedürfnisse zu spüren oder der Alltag ist so stressig, dass zum Innehalten und Nachspüren keine Zeit bleibt.

Das berühmte Hamsterrad lässt grüßen…

 

Um dieses Thema anzugehen, ist es erst einmal notwendig, den Ist-Zustand anzuerkennen.

Erst dann kannst Du überlegen, was Du verändern möchtest.

Mache Dir klar, dass Deine Situation gerade so ist, wie sie ist und Du so bist, wie Du bist!

Es ist nicht so einfach, sich eigene Verhaltensmuster einzugestehen, aber dennoch eine unbedingte Voraussetzung dafür, dass Du etwas verändern kannst.

Eine Verleugnung der Schwierigkeiten bringt Dich nicht weiter.

 

Mache dir Deine Bedürfnisse klar

Vielleicht hast Du auch das Gefühl, dass Deine Bedürfnisse und Deine Grenzen eine immer geringere Rolle in Deinem Alltag spielen?

Ein erster Schritt ist es daher, mal aufzulisten, welche Bedürfnisse Du hast.

Und dabei geht es nicht nur um den beruflichen Bereich, sondern überprüfe Deine Wünsche für mehr Lebensqualität auch in den Bereichen Freundschaften, Partnerschaft, Familie und Freizeit.

 

 

Deine Bedürfnisse erfüllen mit der guten Fee.
Stell Dir vor, eine gute Fee erfüllt Deine Bedürfnisse!

 

 

Stell Dir vor, eine gute Fee würde Dir alle Wünsche erfüllen.

Welche Bedürfnisse möchtest Du dann erfüllt haben?

Und zwar ganz unabhängig davon, ob die Erfüllung realistisch ist oder nicht.

Hier geht es erst einmal darum, zu schauen, welche Bedürfnisse Du überhaupt hast.

Lasse Dir für diese Aufgabe genügend Zeit, um Deine wirklichen Bedürfnisse zu erkennen.

 

Lass Deine Grenzen nicht überschreiten

Der zweite Schritt besteht darin aufzuschreiben, welche Deiner Grenzen auf keinen Fall überschritten werden dürfen – weder von anderen Menschen noch von irgendwelchen Aufgaben.

Wenn Dir dazu nichts einfallen sollte, richte Deinen Blick in die Vergangenheit und überlege, welche Grenzen Dir bisher wichtig waren.

Sicher fallen Dir dazu geeignete Situationen ein.

 

Bewerte die Umsetzungsmöglichkeiten

Nun kommen wir zum dritten Schritt.

Bewerte jeden einzigen aufgeschriebenen Punkt danach, wie gut es Dir zurzeit gelingt, dieses Bedürfnis oder diese Grenze umzusetzen.

Für die Bewertung kannst Du eine Skala von 0 – 10 verwenden, wobei 0 für „Das gelingt mir gar nicht.“ steht und 10 „Das gelingt mir ausgezeichnet.“

 

Was braucht es für eine Umsetzung?

Der vierte Schritt besteht darin, zu überlegen, was Du tun musst, um die Bedürfnisse und Grenzen umzusetzen, die Du bisher nur unzureichend berücksichtigt hast.

Auch hier geht es erst einmal nicht darum, wie realistisch die Umsetzung ist.

 

Mach den Realitätscheck

Erst im fünften Schritt gehen wir die Realitätskontrolle an.

Überprüfe nun, inwieweit sich Deine Ideen verwirklichen lassen.

Nutze dazu wieder die Skala von 0 – 10, wobei 0 für „absolut nicht umsetzbar“ steht und 10 für „ganz problemlos zu verwirklichen“.

Überlege nun, was dafür nötig wäre, Deine Idee in die Tat umzusetzen.

Was müsstest Du an äußeren Bedingungen verändern?

Was solltest Du eventuell aber auch an Deinem Mindset oder Deinem Verhalten verändern?

 

Sind Deine Ideen geeignet?

Die sechste Aufgabe besteht darin, Deine überprüften und möglicherweise korrigierten Ideen nochmals zu bewerten.

Sind sie dazu geeignet, Dein jeweiliges Bedürfnis zu erfüllen?

Falls nicht, ersetze sie durch Alternativvorschläge.

 

Nun geht es an die Umsetzung

Der siebte Schritt ist der Schwierigste: Nun geht es darum, Deine Erkenntnisse im Alltag umzusetzen!

Verändere dabei alles das, was Dir als nicht wirklich umsetzbar erscheint.

Du brauchst dafür Motivation und Durchhaltevermögen.

Bleibe auf jeden Fall dran!

 

Ein Beispiel aus der Praxis

 Lass uns das mal an einem Beispiel praktisch durchspielen.

Du hast Dir vorgenommen, Dich in Zukunft nach Feierabend ausreichend zu erholen, um etwas gegen Deine andauernde Erschöpfung zu unternehmen.

Da es Dir gerade nicht wirklich gut gelingt, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bewertest Du es auf der Skala mit einer 3.

Folgende Strategien fallen Dir für eine mögliche Umsetzung ein:

  1. Du machst pünktlich mit der Arbeit Schluss – und zwar unabhängig davon, was noch alles zu erledigen wäre!
  2. Du nimmst Dir für jeden Tag vor, anstatt direkt nach Hause erst einmal von der Arbeit zum Sport zu gehen.
  3. Nach der Arbeit mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin Quality-Time zu verbringen.
  4. Du machst weiterhin viele Überstunden, fährst zum Ausgleich aber öfter einmal über ein verlängertes Wochenende weg, um Dich zu erholen.

 

 

1.Du machst pünktlich mit der Arbeit Schluss – und zwar unabhängig davon, was noch alles zu erledigen wäre!

Du bewertest diese Idee mit einer 5, da sie nur mittelmäßig zu verwirklichen ist.

Deine Familie erfordert Deine ganze Aufmerksamkeit, sobald Du zu Hause angekommen bist.

Es ist sehr unrealistisch, dass Du Dir Zeit für Dich nehmen kannst, da Du dabei sowieso gestört werden wirst.

Eine mehr erfolgversprechende Idee könnte sein, dass erst Zeit mit Deiner Familie zu verbringen und Dir die letzte Stunde vor dem Schlafengehen zu gönnen, um etwas nur für Dich zu tun.

 

2. Du nimmst Dir für jeden Tag vor, anstatt direkt nach Hause erst einmal von der Arbeit zum Sport zu gehen.

Dies bewertest Du mit 10 von 10 Punkten.

Da du zwischendurch nicht nach Hause gehst, sondern direkt ins Sportstudio, fallen mögliche Ablenkungen weg, die Dich davon abbringen könnten.

Außerdem musst du Dich nicht wieder aufraffen müssen, nachdem Du schon mal zu Hause angekommen bist.

So kann dies zu einer positiven täglichen Routine an Werktagen werden.

 

3. Nach der Arbeit mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin Quality-Time zu verbringen.

Hier vergibst Du 6 von 10 Punkten, denn dies ist etwas schwerer zu verwirklichen.

Du gehst ja jetzt immer erst einmal zum Sport nach der Arbeit und kommst somit erst später nach Hause.

Auch Dein Partner/Deine Partnerin hat manchmal abends Termine.

Diese gemeinsame Quality-Time miteinander 2 Mal in der Woche fest zu vereinbaren, könnte aber eine gute Alternative sein.

 

4. Du machst weiterhin viele Überstunden, fährst zum Ausgleich aber öfter einmal über ein verlängertes Wochenende weg, um Dich zu erholen.

Diese Idee bekommt 7 Punkte auf der Skala, da etwa 3-4 Kurzurlaube im Jahr möglich wären.

Je mehr Du aber mit Deinem Partner darüber nachdenkst, desto weniger gut gefällt Euch diese Idee, da Ihr so keine Zeit in der Woche miteinander verbringen könnt.

Mal ganz davon abgesehen, dass Ihr Punkt 3 dann nicht mehr verwirklichen könntet.

Außerdem behagt Dir die Vorstellung nicht, ständig so viel arbeiten zu müssen und kaum Zeit für Erholung zu haben.

In einem Burnout willst Du schließlich nicht landen…

Du beschließt also diesen Punkt zu streichen und stattdessen zu überlegen, wie Du Dein Arbeitspensum reduzieren kannst und stattdessen besser für Deine Erholung zu sorgen.

Der regelmäßige Sport nach der Arbeit bietet sich dazu an.

 

Nun geht es „nur“ noch darum, Deine Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

 

Wenn Du Dir dabei Unterstützung wünschst, dann buche gratis ein 30-minütiges Strategiegespräch mit mir: https://marion-kellner.tucalendi.com/strategiegespraech/1-1.